Bei welchen Lebensmitteln lohnt sich Bio Qualität am meisten?

Tipps für deinen Lebensmittel Einkauf

Dear you,

Bio halte ich für eine wichtige Investition in die eigene Gesundheit und ein Zeichen für Lebensmittelerzeugung im Einklag mit der Natur. Auf der andere Seite ist die Verlockung groß sich für das günstigere Produkt zu entscheiden, wenn man nicht weiß was hinter „konventioneller“ bzw. „biologischer“ Landwirtschaft steckt. Aber es gibt ja nicht nur die schwarze und die weiße Seite, sondern auch viele Schattierungen dazwischen. Deshalb soll es in der heutigen Sonntagspost darum gehen, bei welchen Lebensmitteln es besonders viel Sinn macht, etwas mehr Geld auszugeben.

Gemüse und Obst mit essbarer Schale

In und unter der Schale befinden sich ja bekanntlich die meisten Vitamine. Außerdem liefert sie Ballaststoffe, die wichtig für unsere Verdauung sind.

Leider ist sie auch der Teil, auf dem sich Pestizide in höchster Konzentration absetzen wenn die Frucht gespritzt wird. Deshalb wird sie häufig abgeschält. Bio-Obst und -Gemüse wie Äpfel, Kiwi, Gurke, Möhre oder Hokkaido-Kürbis kannst du unbesorgt mit Schale verzehren. Übrigens auch mit allem Grün, was häufig entfernt wird. Möhrengrün zum Beispiel finde ich super lecker und eignet sich fein gehackt toll als Kräuterersatz in Pestos oder Salaten.

Je nach Zertifizierung, sind zwar auch beim Bio-Siegel verschiedene Pflanzenschutzmittel erlaubt, synthetische Pflanzenschutzmittel sind jedoch komplett tabu. Gerade kleine Bio-Bauern setzten sich oft mit beeindruckend leidenschaftlichem Engagement für das Wohlergehen der Natur und Lebensmittelqualität ein – weit über die Vorschriften hinaus. Deshalb kann ich dir empfehlen mal das Gespräch mir Landwirten und Landwirtinnen zu suchen und zum Beispiel einen regionalen Demeter oder Bioland Hof zu besichtigen.

Empfindliche Lebensmittel

Früchte im Laden müssen „hübsch“ aussehen, auch wenn sie schon meilenweite Transportwege aus den Tropen hinter sich haben. Deshalb werden auf Kosten des Geschmacks und der Vielfalt nicht nur besonders unempfindliche Sorten gezüchtet, sondern es kommt auch viel Chemie zum Einsatz. Das schadet übrigens nicht nur der Natur, sondern auch den Erntehelfern und -helferinnen in Ländern, in denen die Schutzvorschriften erstens nicht ausreichend sind und zweitens gerne mal ignoriert werden. Was kann man dagegen tun? Regional als erste Wahl bevorzugen und wenn es wirklich mal nicht anders geht auf Bio-Siegel mit transparenter Kommunikation setzten.

Welche Sorten sind besonder belastet?:

https://utopia.de/galerien/das-dreckige-dutzend-pestizide-obst-gemuese-bio/#1

https://youtu.be/LYgg0eBu7c8

Importierte Lebensmittel

Das selbe gilt allgemein für importierte Lebensmittel. Zwar werden die Konsumenten durch das deutsche Rechtssystem grundsätzlich davor geschützt Lebensmittel zu verzehren die im Ausland zu niedrigen Standards produziert wurden, das sind jedoch wirklich nur die Basics. Das Bio-Siegel garantiert einen gewissen Rahmen an Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch, Tier und Natur und hilft dabei den Überblick zu behalten. Denn weißt du wie konventionelle Lebensmittel-Importe hergestellt wurden? Das nachzuvollziehen ist im Alltag kaum möglich und das Ergebnis wäre häufig auch nicht besonders toll.

Angebote nutzen

Bio muss nicht immer teuer sein. Wenn man vorausschauend plant, Angebote bei denns oder BioMarkt nutzt und saisonal einkauft, kann man die Kosten auf einem annehmbaren Level halten. Was auch hilft ist mehr selbst zuzubereiten. Denn verarbeitete Produkte sind natürlich vielfach teurer als die Basics. Oder frag mal bei deinem Markt an, ob du nach Ladenschluss aussortierte Lebensmittel abholen darfst.

Die Ausrede „Bio ist zu teuer“ lasse ich nur dann gelten, wenn sich der oder diejenige bewusst dafür entschieden hat ihre oder seine Prioritäten an anderen Stellen zu haben. Denn wenn man auf das neueste Smartphone oder teure Markenklamotten verzichtet, wenn man das Geld stattdessen in die Dinge investiert, die man sich täglich zuführt, haben die meisten Menschen schon die Möglichkeit auf Bio zu setzten. Es ist eine Entscheidungsfrage, die auch ich selbst nicht immer mit Ja beantworte. Zu wie viel Prozent würdest du sagen, besteht dein Einkauf aus Bio? Schreibe mir deine Antwort gerne in die Kommentare oder hinterlasse ein Feedback zu diesem Artikel.

Love, Julia

WEITERLESEN

Ein Tag auf den Bio-Höfen in Lüneburg: https://postvonjulia.de/wo-kommt-mein-essen-her-lokale-hoefe-besuchen

Darauf solltest du beim veganen Einkauf achten: https://postvonjulia.de/easy-vegan-einkaufen

Gesundheit ist ein Mittelmaß: https://postvonjulia.de/was-ist-ueberhaupt-noch-healthylifestyle

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