BuJo Bestandsaufnahme

BuJo Bestandsaufnahme

Herbstzeit ist BuJo-Zeit!

Dear you,

in der letzten Sonntagspost an dich habe ich noch davon geschwärmt, wie schön golden der Herbst bis jetzt ist … und nun sitze ich in meinem Zimmer, am Schreibtisch, und die Regentropfen prasseln von außen gegen mein Fenster. Wie um mir das Gegenteil zu beweisen gab es hier in den letzten Tagen richtige Stürme und viel Dunkelheit, Halloween wurde von fantastischen Nebelschwaden in der ganzen Stadt illustriert und die Sonne hat sich mal eine Auszeit gegönnt. Aber gut, das gehört nun mal auch dazu. Dieses Wetter ist auf jeden Fall wie geschaffen fürs bulletjournaling (ist das ein Wort?).

Hier kannst du nochmal nachlesen was ein Bullet Journal überhaupt ist und wie ich begonnen habe:

Was braucht man am Anfang?: 

https://postvonjulia.de/ein-bullet-journal-beginnen

Wie habe ich begonnen?:

 https://postvonjulia.de/bullet-journal-organisiert-in-das-jahr-starten

Aber nun, nach gut einem Jahr mit dem individuellstem Planungssystem das ich kenne, finde ich wird es mal Zeit ein Resümee zu ziehen. Das will ich natürlich gerne mit dir teilen.

Was funktioniert?

Ein Bullet Journal kann man ja nicht nur gestalterisch, sondern auch inhaltlich, ganz flexibel an seine individuellen Bedürfnisse anpassen. Das bedeutet auch, dass man immer mal wieder “Module” ausprobieren kann, die man dann entweder verwirft, weil sie für einen selbst nicht funktionieren, oder eben beibehält. Auf diese Weise verbessert sich das Bullet Journal langfristig immer mehr. Das Gegenbeispiel wäre ein vorgefertigter Kalender, der dir hier zu wenig Platz bietet, dort aber seitenweise gar nicht gebraucht wird. Beim BuJo bleibt keine Seite unbenutzt.

Future log


Monatsübersicht


Wochenübersicht

Welche dieser “Module” oder “Anwendungen” haben sich denn für mich über das Jahr hinweg als praktikabel erwiesen? Einmal auf jeden Fall das System aus Future Log, Mothly und Weekly Setup. Im Future log sammel ich meine Jahresübersicht an Terminen, die ich irgendwann in einem der folgenden Monate erinnern muss. Wenn ein neuer Monat startet, setzte ich eine Monatsübersicht auf, in der alle Termine für diesen Monat aus dem Future log hinein wandern. Und dann wiederum jeden Sonntag eine neue Wochenübersicht, in die ich aller Termine aus der Monatsübersicht eintrage.



Meine Wochenübersicht umfasst normalerweise eine Seite. Auf der Seite nebenan führe ich regelmäßig eine Running To-Do List, deren Punkte ich nach Bedarf auch in die Wochenübersicht überführen kann, wenn ich eine Aufgabe an einem spezifischen Tag erledigen möchte.

Running To-Do List


Aufgaben Kategorien


In besonders stressigen Zeiten (zum Beispiel in Klausurenphasen) hat sich ein anderes System als besonder hilfreich herausgestellt, nämlich die Aufteilung der Aufgaben in: Wichtig und Dringend, Nicht wichtig, nicht Dringend, Wichtig aber nicht Dringend, Dringend aber nicht Wichtig.

Tracker


Zu meinem monatlichen Setup gehört auch immer ein Gewohnheits- und Gefühls-Tracker. Diesen wandel ich zwar immer mal etwas ab, aber ganz fehlen dürfte er nie.

Und zu guter Letzt:

Buchstaben – Dünn rauf, dick runter

😉

Was funktioniert nicht? 

Einige Dinge habe ich mal ausprobiert, dann aber irgendwann wieder verworfen oder ersetzt, weil sie mir keinen Mehrwert gebracht haben. Das heißt aber nicht, dass sie dich nicht inspirieren könnten.

Anfangs habe ich meine Schlafenszeiten mit einem Sleep log getrackt. Das habe ich dann aber relativ schnell wieder aufgegeben. Es hat mir wenig gebracht zu sehen wie lange ich geschlafen habe, wenn ich mich beim Eintragen überhaupt an die Zeiten erinnern konnte.

Sleep Log

Ich habe mir vorgestellt mit den Tombow Stiften auch Aquarell-Bilder in mein Bullet Journal zu integrieren. Man kann diese Farben nämlich mit Wasser und Pinsel verschwimmen lassen, sodass es fast aussieht wie mit echten Aquarellfarben. Letztlich ist mir das wohl zu aufwändig. Ich benutzte die Tombow Stifte meistens trocken und bin aber auch mit diesem Ergebnis absolut zufrieden.

Aquarell

Dailys sind normalerweise ein Muss in jedem Bullet Journal. Für mich konnte ich schnell feststellen, dass die meisten Notizen und Erinnerungen nicht auf einen Tag festgeschrieben werden können. Deshalb hat sich ein Weekly-Spread in Kombination mit einer Running To-Do List als praktikabler erwiesen.

Dailys

Und zum Schluss habe ich eine Weile für jeden Monat eine Abrechnung bzw. einen Finanzen-Tracker geführt. Das habe ich durch mein Auslandssemester aufgegeben, weil ich hier keine Kontoauszüge mehr holen kann und stattdessen auf Online-Banking umgestiegen bin. Eine zusätzliche Übersicht in meinem BuJo fand ich dadurch überflüssig.

Finanzen

Jetzt weißt du was ich mit meinem Journal so anstelle und welche Module es mir erleichtern meinen Alltag zu organisieren. Ich muss sagen, dass ich nie wieder auf einen normalen Kalender umsteigen würde. Das Bullet Journal ist nicht nur flexibler, sondern bietet auch die Möglichkeit kreativ zu sein – und das würde mir einfach fehlen. Natürlich ist das Führen eines Bullet Journals wenn man so will auch etwas aufwändiger, aber das sehe ich als me-time an und nicht als Belastung. Und die Herbstzeit ist BuJo-Zeit! Schreib mir gerne was du in deinen Planer alles integriert hast, oder ist ein anderes System für sich viel funktionaler? Ich bin gespannt auf deine Nachrichten!

Love, Julia

Mehr für die Planner-Freaks:

 https://postvonjulia.de/category/life/organisation

Meine Podcast-Tipps für dich (Vol. 1): 

https://postvonjulia.de/podcastfavoriten

Der Herbst ist da!: 

https://postvonjulia.de/tag/herbst

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