Bunt essen durch Meal Prep

Dear you,

Meal Prep steht für Meal Preparation, also Essens Vorbereitung bzw. Vorkochen. Es ist ein auf der einen Seite ein moderner Foodtrend, auf der anderen Seite eine Methode die schon Ewigkeiten bekannt ist. Doch Meal Prep ist mehr als eine wieder aufgewärmte Tradition. Meal Prep kann dabei helfen eine frische und abwechslungsreiche Ernährung leichter in seinen Alltag zu integrieren. Besonder Menschen, die wenig Zeit und Muße zum kochen haben, können so eine Alternative zu ungesunden Fertiggerichten oder dem Lieferdienst finden. Mütter, Studierende, oder einfach Leute, die nach acht Stunden im Büro ihre restliche Freizeit lieber anders nutzen wollen, als vor dem Herd zu stehen.

Auf den Geschmack gekommen

Für mich persönlich war und ist kochen nach wie vor eine wunderbare Möglichkeit mich zu entspannen. Fast schon eine meditative Tätigkeit, auf die ich auch nach einem langen Tag gar nicht verzichten will. Dennoch habe ich neuerdings Gefallen an Meal Prep gefunden. Ich habe nämlich immer nur sehr unkomplizierte und einfache „Rezepte“ zubereitet, selten mal was Neues ausprobiert. Das wollte ich jetzt, nachdem ich ein halbes Jahr kaum eine Küche hatte, ändern (wie es dazu kam kannst du hier nachlesen). Inspiriert hat mich dazu vor allem Mira auf ihrem YouTube Kanal yummypilgrim. Ihre Food Diaries und Rezepte sahen so yummy aus, dass ich mir vorgenommen habe ebenfalls mehr vorzukochen, um hin und wieder auch mal in den Kühlschrank greifen oder einfach etwas auftauen lassen zu können.

Welche Methoden gibt es?

Es gibt zwei Arten sich seine Gerichte vorzubereiten. Entweder du kochst größere Mengen und hast dann für später schon was da, oder du ziehst die Zubereitung vor, auf einen Zeitpunkt wo du genug Freiraum zum kochen hast. Natürlich lässt sich auch beides miteinander verbinden.

Im ersten Fall sparst du tatsächlich Zeit ein. Beispiel: Du hast Bock auf Suppe. Dann nimmst du dir direkt deinen größten Kochtopf und machst so viel Suppe wie möglich. Davon isst du dann an diesem Tag, am nächsten Tag und frierst dir den Rest für irgendwann ein. Das kochen einer größeren Menge statt einer kleineren ist viel schneller, als wenn du drei mal einzeln Suppe kochen würdest.

Im zweiten Fall sparst du nicht unbedingt Zeit ein. Das muss man ja vielleicht auch nicht immer. Beispiel: Du bereitest dir am Abend Overnightoats (Deutsch: Haferflocken über Nacht) für dein Frühstück am nächsten Morgen vor, weil du weißt, dass du ansonsten nicht rechtzeitig aus dem Haus kämst. Am Abend hast du genügend Zeit, deshalb ist es ganz entspannt die Zubereitung auf diesen Zeitpunkt zu verschieben.

Klassiker

Es gibt einige klassische Rezepte, die sich besonders gut für Meal Prep eignen. Zum Beispiel weil sie durch die Lagerung erst richtig ihren Geschmack entfalten können, oder weil der Aufwand der Zubereitung sich für eine Mahlzeit nicht lohnt. Ich möchte allgemein mehr selber machen. Zu den Dingen, die ich sonst fertig gekauft habe gehören zum Beispiel: Brotaufstriche, Saucen und Dips, Sauerkraut, Falafel oder Gebäck.

Die erwähnten Overnightoats eigen sich super, um einen stressigen Morgen etwas entspannter zu gestalten und sich trotzdem auf ein selbstgemachtes Frühstück freuen zu können. Das Grundrezept ist denkbar einfach. Man lässt Haferflocken in einem Behälter (zum Beispiel einem Schraubglas, wenn du sie auch mitnehmen möchtest) über Nacht in einer Flüssigkeit (zum Beispiel Mandelmilch) einweichen. Dazu kannst du alles geben was dir schmeckt: Frisches oder tiefgekühltes Obst, Nüsse, Samen, Zimt …

Suppen und Eintöpfe werden erst ab dem zweiten Tag so richtig gut. Die Aromen verteilen sich nämlich mit der Zeit immer besser. Warum also nicht gleich große Mengen kochen und so viel wie möglich einfrieren? Rein kommt alles was die Saison zu bieten hat: Kürbis, Erbsen, Kartoffeln, Rote Beete, Karotten, Linsen, Kräuter, … Für mehr Cremigkeit kann ein Nussmus herhalten.

Ich habe auch oft frischen Hefeteig, gerne aus Vollkornmehl, im Tiefkühlfach. Den kann ich bei Bedarf schnell auftauen und zum Beispiel zu selbstgemachter Pizza verarbeiten. Das geht dann fast so schnell wie beim Lieferservice zu bestellen, nur dass man weiß was drin ist und die ganze Küche lecker nach Hefe duftet.

Lasagne oder Aufläufe sind eher aufwändig zuzubereiten. Kann man sie jedoch gut im Kühlschrank aufbewahren und noch mehrere Tage davon essen. Vegane Lasagne will ich unbedingt mal wieder machen. Es gibt so viele Varianten: Mit Spinat, Kürbis, oder mit Zucchini. Mit Linsen-Bolognese oder Tofu. Da läuft einem schon das Wasser .. okay, Schluss mit den Floskeln 🙂

Ich hoffe dich ein bisschen inspiriert zu haben. Bei all der Zeitersparnis sollte aber natürlich auch der Genuss nicht zu kurz kommen. Kochen verliert für mein Empfinden heute viel zu viel an Priorität. Hin und wieder sollte man sich bewusst Zeit dafür nehmen. In Zukunft plane ich noch einige Meal Prep Rezepte hier mit dir zu teilen. Schreibe mir gerne, wenn du einen bestimmten Vorschlag hast. Oder bist du bereits ein Meal Prep Profi? Dann freue ich mich auf deine Tipps in den Kommentaren.

Love, Julia

Gesunde Leckereien für unterwegs: https://postvonjulia.de/low-carb-kekse-mit-viel-protein

Hier teste ich vegane Alternativen für dich:
https://postvonjulia.de/category/vegan/so-schmeckt-vegan

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