Der Schatz der Natur

Ein Liebesbrief an meine Heimat

Als Kind war ich überzeugt davon immer auf dem Land und in der Natur leben zu wollen. Dort wo ich aufgewachsen war, zwischen Feldern, Bauernhöfen und Waldgebieten. Dort wo der Bus wochentags zwei mal täglich in die nächste Stadt fährt. Ich glaube, ich habe sie immer schon geliebt. Doch erst seit meinem Umzug an den Stadtrand von Lüneburg sehnt sich mein Herz mehr denn je nach der grünen Weite, der frischen Luft und der Schönheit, die die Natur zu bieten hat. Ich finde meine erste eigene Wohnung toll, doch sie hat ein großes Manko: Kein Garten und kein Balkon. Ich hätte nie gedacht, wie sehr das fehlt.

 

 

Seelenurlaub

In den Semesterferien bin ich für einige Tage zu meiner Familie aufs Land gefahren und war wie immer begeistert. Dadurch, dass ich nicht jeden Tag unendlich viel Natur zu Verfügung habe, nehme ich die kostbare Zeit wenn ich wieder nach Hause fahre viel intensiver und achtsamer wahr. Ich habe den Schatz der Natur gefunden, den ich vorher immer übersehen habe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stress mit der Straße

Mir ist aufgefallen, wie frisch und klar die Luft ist. Klar, ich lebe auch hier in keiner Großstadt, auch hier gibt es saubere Luft. Trotzdem ist da ein himmelweiter Unterschied. Sie ist noch reiner, noch sauberer, noch lebendiger. Und dann die Ruhe. Selbst wenn ich in Lüneburg im nahen Wald spazieren gehe, hört man meistens noch die entfernte Straße. Die Autos hupen und bremsen und fahren, die Motoren heulen auf, die LKWs jagen wie riesige Monster an einem vorbei … Eigentlich wäre die Gegend auch hier relativ ländlich, aber diese fette Straße, die sich mitten durch die Landschaft zieht und geradewegs zur Autobahn führt zerstört einfach jegliche Idylle. Auch scheinen es viele Menschen in Ordnung zu finden ihren Müll einfach am Wegesrand zu entsorgen. Sowas macht mich wütend und traurig, doch ich kann wenig dagegen tun, außer mein eigenes Verhalten zu reflektieren.

Ah! Ein Stadtmensch

Wenn man vorher weit abgeschieden vom Puls der Zeit sein Leben verbracht hat, ist man gleichzeitig interessiert und entsetzt, wie es anderswo zugeht. Es ist ein richtiger kleiner Kulturschock. Auf dem Land kennt man sich meistens. Und wenn nicht, dann weiß man trotzdem wie der andere tickt, kann ihn oder sie einschätzen, weil alle irgendwie gleich sind. Die Omas sind herzlich, die Mütter sind gestresst, die Jugendlichen rebellisch und die Kinder schmutzig vom spielen im Sand. Es gibt da nur wenige Ausnahmen – das ist in der Stadt anders. Hier ist jeder Individualist, drückt sich durch Mode aus, hat eine besondere Geschichte. Zumindest ist das mein Eindruck nach einem Jahr Stadt(-rand)leben. Das nicht jeder diesem Stereotyp entspricht, ist klar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Dankeschön an meine neue Heimat (nicht wirklich Heimat)

Seit dem ich hier in Lüneburg wohne, spüre ich meine Naturverbundenheit ganz deutlich. Für mich ist klar geworden, dauerhaft ist das Stadtleben wohl wirklich nichts für mich, auch wenn es natürlich Vorteile gibt. Ich habe eine große Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten keine 10 Minuten mit dem Fahrrad von mir entfernt. Es gibt sogar mehrere Bio-Läden zur Auswahl. Und wenn ich mal kein Rad fahren kann oder möchte, fährt immerhin stündlich ein Bus (außer am Wochenende). Man findet tausend Inspirationen für sein eigenes Kopftheater, wenn man sich ins Getümmel stürzt und schließlich hätte ich ohne den krassen Gegensatz der Stadt wohl niemals bemerkt, wie sehr ich die Natur in meinem Leben brauche. Danke Stadt, dass du mir das Land gezeigt hast!

 

 

Wie geht es dir, woher kommst du und womit fühlst du dich verbunden? Mit den Bergen, der See, der Großstadt oder dem Landleben? Schreibe mir gerne eine Nachricht in die Kommentare, auf Instagram oder Facebook. Auch über eine E-Mail von dir freue ich mich wirklich sehr. Ich hoffe ich konnte dich inspirieren und dir etwas geben, egal was. Bis spätestens nächsten Sonntag!

Love, Julia

 

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