Easy Vegan Einkaufen

Easy Vegan Einkaufen

Dear you,

als ich mich bewusst dazu entschieden habe Produkten tierischen Ursprungs zu boykottieren, habe ich zwei Veränderungen in meinem Einkaufsverhalten bemerkt. Zunächst einmal habe ich, da ich auf der Suche nach veganen Produkten war, unglaublich viele neue Dinge entdeckt und ausprobiert. Aber gleichzeitig habe ich auch mehr Zeit in den Einkauf investiert als zuvor. Nicht selten stand ich gerade in konventionellen Supermärkten und Discountern vor den Regalen und war mir unsicher was ich jetzt noch kaufen möchte. Heute zeige ich dir, was mir dabei geholfen hat den Einkauf ganz entspannt zu gestalten.

Recherche

Wenn man sich relativ spontan für den veganen Lebensstil entschieden hat, kommen eine Menge an Umstellungen auf einen zu. Beim Einkaufen muss man sich zum Beispiel bewusst überlegen, was keine tierischen Inhaltsstoffe hat. Keine Angst! Das ist nur in der Anfangsphase so. Du wirst bald automatisch wissen was du kaufen möchtest und wenn notwendig genau so schnell wie früher durch den Laden kommen. Du kannst aber vorher auch vom Sofa aus planen was du benötigst, dann stehst du im Laden nicht mehr so überfordert vor dem riesigen Angebot. Der Peta Zwei Einkaufsguide ist dabei eine sehr praktische Unterstützung. Sowohl zuhause auf der Website, als auch unterwegs über die App, kannst du hier schnell mal nachsehen was das vegane Angebot alles hergibt.

Zutatenliste lesen

Auf die Inhaltsstoffe zu achten habe ich mir schon bevor ich vegan wurde angewöhnt, denn für einen gesunden Lebensstil kann es durchaus nicht schaden zu wissen, was alles so in den Produkten enthalten ist. Die tierische Inhaltsstoffe werden normalerweise fett gedruckt, da sie Allergien auslösen können. Wenn die Liste also ewig lang ist, achte einfach auf die fett gedruckten Wörter, dann musst du nicht alles durchlesen. “Kann Spuren von … enthalten”, ist übrigens kein Ausschlusskriterium für mich, da dies lediglich bedeutet, dass andere Produkte mit tierischen Inhaltsstoffen in der selben Fabrik produziert werden. Die Zutatenliste ist aber auch kein Nonplusultra-Kriterium. Es gibt vereinzelnd Fälle (zum Beispiel bei Wein und Säften), wo tierische Stoffe nicht aufgeführt werden müssen.

Auf Zertifizierungen achten

Wie bei allen Zertifizierungen ist Label nicht gleich Label. Im Druck des Wettbewerbs betreiben manche Hersteller oder Händler Greenwashing – eine Art Verbrauchertäuschung bei der das Produkt besser dargestellt wird als es ist. Da man zumindest im Bereich der Lebensmittel als Käufer relativ gut abchecken kann was wirklich vegan ist, hält sich die Täuschung hier auch weitgehend in Grenzen. Das V-Label zum Beispiel ist eine internationale und geschützte Markierung für vegane oder vegetarische Produkte. Noch besser, gerade bei zum Beispiel Drogerieprodukten, ist die Veganblume. Ein Label der Vegan Society England, das nicht nur tierische Inhaltsstoffe, sondern auch Tierversuche ausschließt – das ist nämlich leider nicht das selbe!

Kosmetik und Pflege

Leider gibt es noch keine einheitliche Markierung für vegane Produkte. Das bedeutet auch Produkte ohne diese Labels können durchaus frei von tierischen Inhaltssoffen sein. Schwierig kann das vor allem dann werden, wenn man auch bei Produkten für die äußere Anwendung, also zum Beispiel Waschmittel, Make-up, Cremes und Seifen, darauf achtet, dass keine Lebenwesen bei der Produktion leiden müssen. Doch auch hierfür gibt es schnelle Abhilfe: Mit Codecheck kannst du schnell über eine App nachschauen, was ein Produkt alles beinhaltet. Die App zeigt dir nicht nur ob die Inhaltsstoffe vegan sind, sondern auch wie schändlich sie sind. Es erstaunt mich immer wieder, wie viel Chemie und Stoffe die in Verdacht stehen krebserregend zu sein verwendet werden.

Kein Stress bei Fehltritten

Natürlich kommt es auch mal vor, dass man etwas kauft und hinterher bemerkt: Oh, da ist ja doch z.B Gelatinen drin. Da ärgert man sich natürlich erstmal, oder hat vielleicht ein schlechtes Gewissen. Aber versuche dir darüber keinen allzu großen Kopf zu machen. Es geht nicht darum perfekt zu sein. Ein Produkt alleine macht nicht den Unterschied aus. Konzentriere dich doch lieber darauf, wie viele Produkte du durch deine Umstellung schon vermieden hast. Wenn du das Produkt nicht zurück geben kannst, ist die beste Lösung es jemandem zu schenken, der nicht vegan lebt.

Es wäre mega toll, wenn ich dir mit diesen Ratschlägen ein bisschen helfen und inspirieren konnte. Ich mache das hier, um mich für mehr Bewusstsein und Selbstbestimmtheit beim Konsum einzusetzen. Hinterlasse uns allen gerne deine Tipps zum veganen Einkaufen in den Kommentaren, feel free to show your truth. Und dann genieße deinen Tag, was immer du gleich tust.

Love, Julia

So lebt man als Veganerin: https://postvonjulia.de/wie-ist-es-vegan-zu-leben

Lust auf ein veganes Eis?: https://postvonjulia.de/eis

Zwei vegane Lieblings-Rezepte für dich: https://postvonjulia.de/zwei-rezepte-mit-veganem-feta

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