Ein Bullet Journal beginnen

Mich hat´s erwischt

Ich bin richtig angefixt worden mit diesem Bullet Journal Trend. Wie wahrscheinlich von vielen BuJo-Begeisterten, ist die liebe Jasmin vom Blog tea&twigs und dem YouTube Kanal jasminar eine meiner größten Inspirationsquellen. Besonders ihre monatlichen Setup-Videos machen mir immer richtig Lust selbst ein solches Organisationsbüchlein zu führen und bei ihr habe ich auch zum ersten Mal davon gehört. Man muss wohl sagen, dass der Trend sich größtenteils nicht durch das bloße notieren von Terminen, Aufgaben und so weiter speist, sondern durch die Möglichkeit sich kreativ nach Herzenslust ausleben zu können. Aber fangen wir doch erstmal mit der Funktionsweise des Systems an, das hat mir nämlich in den Videos auf YouTube oft gefehlt, als ich selbst daran interessiert war mehr zu erfahren.

 

 

Kurzes Briefing 

In den meisten Setup-Videos wird auf das englische Erklärungsvideo des BuJo-Erfinders Ryder Carroll verwiesen, um das System kennen zu lernen. Ich möchte es dir an dieser Stelle einmal kurz erklären. Falls du bereits ein BuJo führst oder Bescheid weißt, kannst du diesen Teil ja einfach überspringen.

Am Anfang wusste ich gar nicht, was ein Bullet Journal überhaupt ist. Was ich kannte, aber selbst nie benutzt hatte, waren Filofaxe (ist das die Mehrzahl?). Das sind Kalender die ihre Nutzer z.B. mit Washi Tabe persönlich gestalten. Das besondere am Bullet Journal ist nun, dass es einem ganz neuem System folgt. Man schreibt seine Termine und Notizen nicht in zugewiesene Zeilen wie beim Filofax, sondern macht sich seine eigenen jährlichen, monatlichen und täglichen Layouts. Mit der Zeit kreiert man sich so sein ganz persönliches System, dass perfekt auf alle Bedürfnisse angepasst ist. Deshalb kauft man sich als Basis auch keinen Kalender, sondern ein leeres Notizbuch, meist in dotted, aber auch liniert oder kariert ist möglich.

Und so geht´s

Ganz vorne hat man ein Inhaltsverzeichnis, auch Index genannt, das mit jedem inhaltlichem Eintrag weiter ergänzt wird. In der einfachsten Variante fängt man dann einfach an tägliche Listen („Dailys“) zu führen. In diesen Listen werden „Bullets“ (deshalb „Bullet Journal“) als Aufzählungszeichen vor sämtliche Aufgaben und Notizen gesetzt. So hat man quasi alle To-Do Listen in einer Quelle. Meistens gibt es vor den Dailys noch eine monatliche Übersicht, manche machen auch wöchentliche Übersichten. Generell gilt beim Bulletjournaling ja, dass man alles machen kann, was einem gefällt und was funktioniert. Spätestens wenn der Monat vorbei ist, geht man seine notierten Aufgaben durch, hackt ab was erledigt wurde, streicht was sich selbst erledigt hat und überträgt den Rest in die nächste Monatsübersicht. Mit entsprechenden Markierungen an den Aufgaben wird sicher gestellt den Überblick zu behalten. Man entwickelt sich also auch ein eigenes Farb- oder Zeichensystem, einen Code, mit dem man Bedeutungen verbindet. Auf diese Weise wird ein viel individuelleres Planen ermöglicht als in normalen Kalendern. Es gibt mehr kreative Freiheit und man hat nicht das Problem, dass auf einmal der Platz nicht ausreicht. Außerdem wird verhindert, dass am Ende des Jahres auf vielen Seiten gar nichts steht, zumindest wenn man wirklich nicht zu weit im Voraus zeichnet.

Alles ist erlaubt

Dieses „Basisrezept“ wird von den meisten Nutzern aber auf sehr kreative Arten erweitert. Eine nützliche Seite ist z.B. ein „Future Log“, also ein Zunkunftsprotokoll und gleichzeitig Übersicht, um auch künftige Termine eintragen und planen zu können. Das BuJo wird ja bis auf das Layout und die Übersichten von Tag zu Tag geführt. Dann gibt es noch verschiedene Tracker, in denen man Gewohnheiten protokolliert, die man überwachen will. Durch Kombination von verschiedenen Trackern kann man auch Korrelationen unter diesen feststellen. Klassiker sind z.B. der Sleep-Tracker, Sport-Tracker oder der Mood-Tracker. Für mehr Ideen schau doch mal auf meinem Pinterest-Account vorbei, dort habe ich ein ganzes Bord voller Inspirationen für unsere BuJos erstellt. Vielleicht gefallen dir ja ein paar Bilder davon.

 

 

Und in der Praxis?

Das alles habe ich auch selbst erst vor kurzer Zeit erfahren. Doch ich muss schon sagen: Manche Bullet Journals sind richtige kleine Kunstwerke. Ich selbst hatte (und habe) deshalb ein bisschen Angst zu perfektionistisch sein zu wollen. Dann könnte es mir leicht passieren, dass es nach einer Woche nur noch rumliegt und die Motivation genau so schnell verfliegt wie sie gekommen ist. Da ich sowas aber auf den Tod nicht ab kann werde ich es auf jeden Fall nutzen. Nur dann wird es zur Pflichtaufgabe und nicht mehr zum kreativem Hobby. Trotz dieser Befürchtungen habe ich mir jetzt mein Einsteiger-Equipment online bestellt und bin bereit zum Jahreswechsel endlich anzufangen, wenn mein alter, normaler Kalender ausgedient hat.

 

 

Mein „Werkzeug“

Die Grundlage bildet natürlich das Notizbuch. Ich habe beschlossen auf die hochwertige Version von Leuchtturm zu vertrauen und muss sagen: Der Qualitätsunterschied verglichen mit billigen Heften ist wirklich enorm. Ich genieße die Haptik der Seiten und dass diese bereits nummeriert sind sehr. Das ganze Buch strahlt einfach eine Eleganz und Ästhetik aus die mir sehr gefällt. Deshalb bin ich froh, hier ein paar Euros mehr investiert zu haben. Mir ist das Design schon sehr wichtig, aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Mein Leuchtturm ist ein dotted Hardcover im A5 Format (Medium), ein klassisches Bullet Journal also. Für mein erstes BuJo habe ich mich für die Farbe „Army“ entschieden (auch daran ist wohl Jasmin nicht ganz unschuldig). Das ist ein dunkles Olivgrün, dass sich im Alltag beruhigend auf mein Gemüt auswirken soll. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da ich das BuJo für mich auch eine Möglichkeit ist meine kreative Ader auszuleben, habe ich dazu noch ein paar Stifte bestellt. Manche sehen diese ebenfalls als Grundausstattung fürs Bulletjournaling. Das kommt wahrscheinlich darauf an, welcher Bedeutung man der Seitengestaltung beimisst. Wie gesagt: Man kann auch einfach nur planen und braucht keine fancy Stifte oder teure Markenhefte zu kaufen. Ich habe mich entschieden mir einige pastellfarbene Fasermaler der Marke Tombow zu bestellen, da ich sehr gespannt war, ob sie ihren Hype in der BuJo-Szene wert sind. Ihre Besonderheit ist natürlich die pinselartige Spitze, die für Kalligraphie und Aquarellbilder gut geeignet ist. Für ein ausführliches Review habe ich sie noch nicht genügend getestet, doch falls du daran interessiert bist, hole ich das gerne nach wenn es soweit ist. Außerdem sind noch ein paar Metallic Pens und ein Multimark 1523 permanent von Faber-Castell in den Einkaufskorb gewandert. Von den Metallstiften bin ich bis jetzt weniger überzeugt, ihr metallischer Schimmer kommt auf dem Papier leider kaum zum Vorschein. Den Multimark in schwarz möchte ich für Fließtext benutzten, da er schön schmal schreibt. Er ist wasserfest, lichtbeständig und eigentlich für Glas und Plastik gedacht, aber er war bei Amazon so günstig und erfüllt seinen Zweck.

 

 

Wie gesagt, ich habe beschlossen erst für 2018 mein Bullet Journal richtig zu starten. Dann werde ich dir hier und auf Instagram auch regelmäßig zeigen wie meine Setups aussehen und wie sich mein persönliches System entwickelt. Ich freue mich schon sehr auf das neue Hobby und denke ich werde das ein oder andere Deckblatt auch schon vorher mal gestalten. Doch bis es richtig los geht, sammel ich so viele Inspirationen und Ideen auf Pinterest wie ich kann. Bist du auch so ein begeisterter Bullet Journal Fan? Lasse es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Love, Julia

 

Meine Gedanken über den Herbst:  https://postvonjulia.de/der-herbst-ist-da

Das perfekte Frühstück wenns kälter wird:  https://postvonjulia.de/waermendes-fruehstueck-in-der-kalten-jahreszeit

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