Fachmesse BioNord 2017

Die 14. BioNord 

Ich hatte am vergangenem Sonntag, den 15. Oktober das Vergnügen zum ersten Mal die BioNord Messe in Hannover zu besuchen. Sie ist Teil von vier Bio-Messen für den Fachhandel, der BioNord, -Ost, -Süd und -West, und ist somit nicht für normale Kunden, sondern nur für Verkäufer und Händler zugänglich. Daher dachte ich, du bist vielleicht interessiert an einem kleinen Einblick in die Veranstaltung. Für alle, die vielleicht einmal die Möglichkeit habe hinzugehen: Nutzt die Gelegenheit, es gibt so vieles zu sehen, zu schmecken, zu hören und zu riechen. Ein Erlebnis für alle Sinne sozusagen. 

 

Ob diese Ente auch Bio ist?

 

Die Bio-Branche kommt zusammen

In diesem Jahr waren 432 Aussteller aus der Bio- und Reform-Branche vertreten, darunter ein Großteil aus den Bereichen Lebensmittel und Gastronomie, aber auch Kosmetik, Pflege und einige andere Besonderheiten. Das die Branche wächst, merkt man auch auf den Messen. Die BioNord jährte sich bereits zum 14 Mal und scheint wie alle vier Messen immer beliebter zu werden. Die Anzahl an Ausstellern steigerte sich um 8% im Vergleich zum Vorjahr und es kamen 4.260 interessierte Besucher, 160 mehr als noch 2015. Alle vier Messen zusammen werden jedes Jahr von weit über 10.000 Menschen besucht. Das Interesse an Bio steigt – und das ist ein gutes Zeichen finde ich. Wenn ein Unternehmen sich mit „Bio“ betitelt, bedeutet das für mich, dass es ethische Werte wie Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein gegenüber allen Beteiligten (insbesondere der Umwelt und den Tieren, aber auch Arbeitnehmern und Lieferanten) vertritt und nicht ohne Rücksicht auf Verluste seine Wachstumsziele verfolgt . Wenn das der Fall ist, bin ich als Kunde immer auch bereit einen höheren Preis zu bezahlen um das Unternehmen oder die Marke in ihrer Idee zu unterstützen.

Was gibt´s Neues?

 Ich konnte auf der Messe in viele interessante neue Konzepte und Produktlinien einsehen und sie oft auch gleich ausprobieren. Proben und das ein oder andere kostenlose Testprodukt wechseln auf so einer Messe ja schnell mal den Besitzer und auch für mich als Veganer gab es vieles zu naschen und zu testen. Stände von relativ großen und/ oder bekannten Marken wie Rapunzel, Weleda, Provamel, Yogi-Tea standen neben kleinen Traditionsunternehmen und Startups, die mit innovativen Produktideen und nachhaltigen Unternehmensphilosophien ihre Kunden begeistern. Ich muss allerdings sagen: Die meisten neuen Produkte, die es zu testen gab, sind bereits jetzt im Handel erhältlich. Das ist für die Messebesucher vielleicht nicht so spannend, aber dafür hast du den Vorteil, dass dir als Kunde viele der Messe-Neuheiten auch schon zugänglich sind. Achte beim nächsten Einkauf im Bio-Laden einfach mal auf die Kennzeichnungen, dann weißt du schon was ich auf der Messe gesehen habe.

 

 

Ich dachte, ich stelle dir auch mal einige Vertreter vor, die sich besonders aus dem Berg an Flyern und Proben hervorgehoben haben, meist weil mich ihre Produkte auf der Messe schon überzeugt haben:

Ein Stand, der sich bei mir durch seine köstlichen Früchtekuchen und Brote sehr beliebt gemacht hat war Bettinas Keimbackstube. Und diese Leckereien haben auch noch ein besonderem Extra: Das Gebäck enthält kein Gramm normales Mehl. Stattdessen wird gekeimtes Getreide verwendet. Dadurch wird es leichter bekömmlich, vitamin- und eiweißreicher. Noch dazu sehen die Produkte aus und schmecken wie normales Gebäck. Man merkt nichts davon, dass auf Mehl verzichtet wurde. Vieles ist vegan, darunter auch die tollen Lebkuchen, die ich schon mal probieren durfte bevor sie bald in den regulären Verkauf kommen. Allgemein gefällt mir das Sortiment sehr: Von Rohkost- Eiweiß- über Früchtebrot bis hin zu süßen Leckereien ist alles vertreten was das Herz begehrt. Es werden ausschließlich  Urgetreide-Keimlinge in Demeter-Qualität vermahlen und im Gebäck verwendet. Auch die übrigen Rohstoffe sind von höchster Qualität. Nach herkömmlichen Kristallzucker oder Zusätzen sucht man in der Zutatenliste vergebens. Das ist ein Konzept absolut nach meinem Geschmack.

„Die Mühlebauer“ wie sie sich selbst nennen waren ebenfalls auf der Messe vertreten. Der Familienbetrieb aus Tirol stellt Getreidemühlen und -flocker her. Anstatt fertig gemahlenes Mehl oder Getreideflocken zu kaufen kann man sich mit den Produkten von KoMo sein eigenes Mehl und eigene Flocken zuhause frisch selbst herstellen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Vitamine und Mineralstoffe bleiben erhalten, das Mehl ist frischer und qualitativer. Da ich selbst schon länger mit dem Gedanken spiele mir einen Flocker zu holen (bzw. ihn mir zu Weihnachten schenken zu lassen) fand ich es super, dass die verschiedenen Geräte live vor Ort waren, sodass ich sie alle mal näher betrachten konnte. Seit einiger Zeit stellt KoMo auch Mixer her, ebenfalls zu großen Teilen aus Holz, um somit dem bodenständigen Design des gesamten Sortiments treu zu bleiben. Das traditionsreiche Unternehmen achtet sehr auf faire und nachhaltige Produktion, so stammt der Rohstoff Holz aus biologischem Anbau in Deutschland und Österreich. Ich denke es wird nicht mehr lange dauern bis ein KoMo Gerät auch in meiner Küche steht. 

Schokolade muss nicht unbedingt ungesund sein, zumindest nicht wenn sie maßvoll genossen wird und es eine qualitativ hochwertige Schokolade ist. Das ist bei Loveckock absolut der Fall. Ihr Produkt ist von den Inhaltsstoffen bis zur Verpackung gut durchdacht und für mich ist es immer etwas Besonderes, wenn ich mir einen Lovechock-Riegel gönne. Es handelt sich um eine Rohkost-Schokolade mit hohem Kakaoanteil, die mit Kokosblütenzucker und teilweise mit getrockneten Superfoods gesüßt wird. Sie schmeckt mir wirklich super gut – ich glaube meine liebste Sorte ist der Pecan-Maca Riegel, aber auch die Rocks, also die mit Schokolade umhüllten Nüsse sind einfach lecker. Das tolle an der Verpackung ist, neben dem kunstvollem Design, dass sie biologisch abbaubar ist. Sogar die Plastikfolie ist 100% kompostierbar! Und dazu gibt´s in jeder Packung einen inspirierenden kleinen Spruch, ähnlich wie auf manchen Teebeuteln. Ich bin der Meinung, diese Marke hat noch sehr viel Entwicklungspotenzial nach oben.

 

 

Insgesamt bin ich von meinem ersten Besuch der BioNord-Messe mehr als begeistert. Es war ein super schöner Tag mit vielen Eindrücken, wie das auf einer Messe eben so ist. Ich bin mir ziemlich sicher beim nächsten Mal wieder zu kommen, denn es hat sich gelohnt. Falls du auch schon mal auf einer der vier Bio-Messen warst, schreibe mir deine Eindrücke gerne in die Kommentare. Auch deine liebsten Marken, egal ob Bio oder nicht, würden mich sehr interessieren und natürlich dein Feedback überhaupt. Bis zum nächsten Mal und Schöss!

Love, Julia

 

Mein letzter Artikel handelt von meinem Entsafter und wofür ich ihn in Wirklichkeit benutzte:  https://postvonjulia.de/tribest-slowstar-entsafter

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  1. Pingback: Wozu Bio kaufen? - Post von Julia

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