Springbreak

Springbreak
Über Sternzeichen, meine innere Stimme und Lebensenergie

Dear you,

eigentlich war für heute (eigentlich schon für letzte Woche) eine ganz andere Sonntagspost von mir geplant. Letzte Woche hat sich leider mein Laptop inklusive aller Daten verabschiedet. Ich bin in der Klausurenphase und der Verlust einer fertigen Hausarbeit hat mir eine weitere schlaflose Nacht beschert. Vielleicht ist das aus einem guten Grund passiert. Ich such noch danach, obwohl mittlerweile alles gerettet werden konnte. Und heute ist schon Samstag und irgendwie habe ich gerade das Bedürfnis dir ganz spontan meine ungeordneten Gedanken mitzuteilen. Ich bin in Aufbruchsstimmung. Tagsüber zwinge ich mich zu lernen, was nur dank des noch relativ grauen Wetters halbwegs klappt, und nachts kann ich nicht schlafen. Gestern lag ich bis halb drei bestimmt wach. Innerlich bin ich on fire. Es fühlt sich meist gut an, ich weiß nur nicht wie ich diese Energie produktiv auslassen kann. Das passiert in mir, wenn es langsam Frühling wird. Wie kann ich dich bloß durch diese paar Zeilen daran teilhaben lassen?

Mach dir mal diese Musik an: Sweet Nothing (Calvin Harris, Florence Welch)

Na, den Song schon längst vergessen gehabt?

Wohin mit der Inspiration?

Offiziell ist dieser Blogpost übrigens vom Podcast: Sprachnachrichten von Jacko inspiriert. Letzte Nacht und heute Morgen habe ich mir die ersten beiden Folgen rein gezogen. Vielleicht kommt daher mein neu aufblühendes Interesse für Sternzeichen und Hokuspokus, vielleicht ist es auch nur der Schlafmangel. Mein Sternzeichen (Widder) lässt mich gerade Bocksprünge springen. Mein Aszendent (Skorpion) hält mich äußerlich wie in einer Dose eingeschweißt (tolle Metaphern). Es ist verblüffend wie sehr das, was im Internet über diese Kombination geschrieben steht, auf mich zutrifft. Ich bin so inspiriert, aber null kanalisiert. In dieser Woche habe ich meine Haare spontan kurz schneiden lassen, mich verliebt (wie immer 0% Chance auf Kontaktaufnahme), ∞ + 1 Gedanken gehabt (vorzugsweise nachts), mit mir selbst Krieg geführt. Nebenbei habe ich noch ein paar Lebensphilosophien zu verstehen gesucht und für die Klausur auswendig gelernt. Schönen Gruß an Kant, die Dialektiker. In die Dunkelheit will ich das alles raus schreien, will rennen und rennen und rennen… Obwohl ich dazu körperlich nicht in der Lage wäre (oder doch?). Ich stehe kurz davor spontan nach Hamburg zu fahren, um mir endlich mein erstes Tattoo stechen zu lassen. Wenn ich Songs höre, mit denen ich ein Gefühl oder eine Zeit in der Vergangenheit verbinde, schäume ich über und raste total aus, natürlich nur innerlich. Es fühlt sich an, als wäre ein Monat in dieser Woche vergangen. Macht das der Frühling?

How to be me

Es ist nicht das Tattoo oder die kurzen Haare, die meine Energie ausdrücken. Ich will besonders im Umgang mit anderen Menschen aus meinem eingefahrenen, reglementierten Verhalten ausbrechen, denn das bin nicht ich. Das ist momentan die vielleicht größte Herausforderung in meinem Leben, obwohl ich mich sonst meinen Ängsten immer ganz gut stellen kann. Und ich habe Angst. Vor Leuten, die denken: Ist die peinlich! Das beschäftigt mich sehr, denn eigentlich will ich nicht so introvertiert sein und bin es doch die meiste Zeit des Jahres. Gerade habe ich noch Jackos Worte im Ohr, sinngemäß: Man lebt nun mal nur ein Leben und das sollte man verdammt nochmal nicht für potenzielle Buh-Leute, für Grenzen der Gesellschaft, leben. Sie hat mich dazu inspiriert meiner inneren Stimme mehr folgen zu wollen und dabei mehr ich selbst zu sein.

 Angst überwinden

Als Kind war ich ganz anders als heute, war aufgeschlossen, sehr sehr selbstbewusst und dickköpfig. Letzteres bin ich immer noch, aber je älter ich wurde, umso mehr habe ich den Glaubenssatz übernommen, ich sei nicht gut so. Ich habe einige Erfahrungen gemacht, die mein natürliches Ich ganz weit in mein Inneres verdrängt haben. Diese Schutzmauer war in den Momenten wohl gut und notwendig. Aber wenn es Frühling wird, merke ich, wie ich wieder ausbrechen will. Get out of my head! Ich will das wirklich, aber weiß nicht ob ich den Weg noch wiederfinden kann. Deshalb liege ich Nachts wach und grüble, deshalb höre ich mir viele Podcasts über Persönlichkeitsentwicklung an. Manchmal bin ich ganz nahe dran, an mir selbst. Manchmal Lichtjahre weit weg. Und am schlimmsten ist die Unsicherheit, die Angst, die mich zurückhalten möchte. Noch während ich dir diesen Brief schreibe, kämpfe ich mit ihr. Nur weil die Inspiration in diesem Moment überwiegt und die Anonymität des Internets mich versteckt, bin ich überhaupt dazu in der Lage. Es könnte bestimmt auch ganz einfach sein. Einfach mal machen. Und vertrauen. Endlich. Die Zeit ist die Richtige.

 

Love, Julia

 

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Inspirationen für Tattoos: https://www.pinterest.de/postvonjulia/i-dream-of-my-tattoo/

Meine Vorsätze für 2018: https://postvonjulia.de/meine-fuenf-vorsaetze-fuer-2018

 

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