Grenzen – Wo liegen meine?

Wie du herausfindest was du willst und wie du für dich einstehst

Dear you,

Nein sagen. Das fällt manchmal schwer: Seine eigenen Grenzen nicht nur anzuerkennen, sondern auch einzuhalten. Sie vielleicht sogar gegen andere zu verteidigen. Auch gegen Menschen, die man lieb hat. „Nein, heute brauche ich Zeit für mich.“ „Nein, ich bin noch nicht so weit.“ „Nein“ zu anderen bedeutet manchmal „Ja“ zu sich selbst. Darum soll es in der heutigen Sonntagspost von mir an dich gehen. Ums Neinsagen. Ich hoffe du kannst wieder neue Gedanken tanken.

Grenzen

Jeder Mensch hat sie. Grenzen. Doch sie sind nicht gerade fest. Eigentlich sind sie sogar ziemlich flexibel. Das liegt daran, dass man häufig mehrere Stimmen im Kopf hat. Eine sagt: „Ich möchte schlafen.“ Die andere sagt: „Ich möchte meinen Freund nicht enttäuschen.“ Und wieder eine sagt: „Ich habe keine Lust mich zu streiten.“

Dann kommt es schon mal vor, dass man Dinge tut, auf die man keine Lust hat. Ich glaube sogar, dass die Fähigkeit sich zu Dingen zu zwingen bezeichnend für die menschliche Spezies ist und Grundlage dafür, dass Gesellschaften ohne Krieg bestehen können. Letztendlich also für Frieden. Und dennoch kann es auch zu viel werden. Nämlich dann, wenn man andauernd zurück steckt, die eigene Meinung immer kleiner wird, bis man sie irgendwann kaum noch spürt. Dann lebt man nicht mehr das Potenzial das einem mit in dieses Leben gegeben wurde, sondern ist nur noch ein Mitläufer oder Mitläuferin in der Masse. Deshalb ist es wichtig seine Grenzen bewusst zu spüren, auch wenn man sie hin und wieder überschreitet. Nur andere Menschen sollte man diese Macht nicht geben.

Was willst du?

Aber woher weiß ich nun, wann es richtig ist zurück zu stecken und wann es richtig ist seine Bedürfnisse durchzuboxen? Gar keine so leicht Frage, muss ich zugeben.

Auf die innere Stimme hören … Jaja. Aber diese spricht auch nicht immer klar und deutlich und ist ja letztlich auch nur ein Gemisch aus unseren Erfahrungen und kulturellen bzw. sozialen Einflüssen. Wir sind alle ambivalente Wesen und unfähig objektive Entscheidungen zu treffen. Das macht uns zu Menschen. Das mit den Erfahrungen im Leben machen ist jedoch gar keine so üble Richtung. Den so lernt man sich und seine Grenzen überhaupt erstmal kennen.

Freiheit

Zurück zum Beispiel Freund enttäuschen. Ich sage: „Ich habe keine Lust.“ Er reagiert darauf mit Enttäuschen. Ist das in diesem Moment wirklich meine Schuld? Darf ich nur Dinge äußern, die keine Enttäuschung hervorrufen? Oder anders herum: Darf er auf meine Aussagen nur mit Verständnis oder Freude reagieren? Sich anzupassen, indem man sich verstellt, wäre in solchen Momenten keine Lösung sondern nur Verdrängung. Meine wahren Gefühle zeigen zu dürfen ist für mich ein Aspekt von Freiheit. Und Freiheit ist mir sehr wichtig. Denn I am the king of my castle. Oder besser gesagt Queen.

Mehr Input dazu

Ist es okay seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen?:

Klingt einfach

Sicherlich eine schöne Theorie. Aber manchmal hat man auch keine Energie für Diskussionen. Dann ist die Entscheidung sich anzupassen auch keine Schande. Und sehr oft habe ich, wenn ich Dinge erlebt habe, zu denen ich mich mehr oder weniger zwingen musste, auch schöne Erfahrungen gemacht. Sonst würde man ja sein ganzes Leben in der Comfort Zone verbringen und niemals dazu lernen. Man kann sich nämlich auch hinter seinen Grenzen verstecken. Dieser Unterschied zwischen Ängst überwinden/ sich zu seinem Glück zwingen und Dinge tun, um nicht für sich selbst einstehen zu müssen, ist jedoch meiner Meinung nach sehr wichtig sich bewusst zu machen.

Ich glaube wie sooft kommt es darauf an einen guten Ausgleich zu finden und sich der äußeren Einflüsse bewusst zu sein, ohne sie gleich zu verteufeln. Versuche doch dir einmal bewusst zu werden, ob du lieber mehr für deine Grenze einstehen oder dich offener für äußere Inspiration machen willst. Und dann versuche nach Situationen Ausschau zu halten, in denen du das aktiv üben kannst. Und schreibe mir gerne eine Nachricht wie es geklappt hat. Ich freu mich sehr über deine Post.

Love, Julia

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