Gründe für den Veganismus

Gründe für den Veganismus
 Über Werte wie Respekt und Verantwortung

Dear you,

heute fasse ich meine Einleitung kurz, denn das Thema spricht ziemlich für sich. Eigentlich wollte ich schon viel früher konkret über Veganismus schreiben. Da ich aber 100% hinter meinen Zeilen stehen und Missverständnisse minimieren wollte, habe ich mir länge Zeit gegeben darüber nachzudenken, bevor ich diesen Post veröffentliche. Er ist wohl trotzdem nicht “perfekt”, wenn es sowas denn gibt.

Hintergründe

Es gibt viele Gründe, warum man sich entscheiden kann vegan zu werden. Für eine bessere Gesundheit, aus Respekt vor den Tieren, oder für den Umweltschutz. Die Produktion und der Konsum von tierischen Produkten verursacht Leid . Ich denke dabei an Tiere, die auf die Welt kommen und deren einziger Lebenszweck der Tod ist, weil sie nur ein Produkt darstellen. Ich denke an Fische, die in unfassbaren Massen aus dem Ozean gezogen werden und die stundenlange Panik und Überlebenskampf aushalten müssen, bevor sie schließlich ohne Betäubung einen langsamen Tod sterben. An afrikanische Landwirte, die den Preiskampf mit importiertem Restfleisch aus Europa nicht standhalten können und ihr Tätigkeit aufgeben müssen. Mutterkühe, die verzweifelt nach ihren Kälbern muhen, wenn diese kurz nach der Geburt von ihnen getrennt werden.  An Medikamente und Impfstoffe, die sogenannten “Nutztieren” vorsorglich verabreicht werden und die Menschen über das Fleisch ebenfalls aufnehmen. Das furchtbare Küken-Schreddern. An das Roden der Urwälder um Futtermittel für westliche Massentierhaltung anbauen zu können… Ich könnte ewig so weiter machen.

 

Einfach Augen zu?

Haben wir Menschen das Recht Tieren ein natürliches, leidfreies Leben zu verwehren? Das heutige “normale” Verhältnis zu tierischen Produkten ist völlig abgerückt von dem was sich dahinter verbirgt. Die eingeschweißte Wurst im Supermarkt hat nichts mehr mit dem Tierleben zu tun, das dafür geopfert wurde. Wir wollen bloß nicht mit dem Thema Tod in Kontakt kommen, aber bitte immer mehr und mehr totes Fleisch auf unseren Tellern haben. Eigentlich widerspricht diese Gewalt unseren Werten. Trotzdem unterstützen und beauftragen wir mit jedem tierischen Produkt aus konventioneller Herstellung eine Industrie, die diese “Nebenerscheinungen” in Kauf nimmt. Billig? Ja! Doch wer trägt die Kosten dafür? Wenn ich über diese Abläufe nachdenke spüre ich, wie sich alles in mir dagegen auflehnt.

Das kann ich nicht unterstützen

Veganismus ist für mich das ernsthafte Verfolgen von Werten wie Verantwortungsbewusstsein und Respekt vor anderen Leben. Irgendwer trägt immer die Kosten für billigen Konsum, seien es Tiere, andere Menschen, die Natur oder künftige Generationen. Was bilden wir uns ein, andere Lebensformen völlig hemmungslos und weit über das notwendige Maß hinaus zu kontrollieren und auszubeuten? Unser Planet ist nur ausgeborgt und wir müssten ihn eigentlich so an unsere Nachfolger weitergeben, wie wir ihn erhalten haben. Doch daran denkt kaum jemand, wenn er sich beim Einkaufen für das günstige Discounter-Produkt entscheidet. Es gibt einen eindeutigen Unterschied zwischen den Werten, die wir uns auf die Fahne schreiben und denen, die wir wirklich leben. Das ist übrigens nicht nur auf tierische Produkte beschränkt, sondern gilt allgemein für das Konsumverhalten in Wegwerfgesellschaften. Ich persönlich gebe sehr gerne mehr Geld zum Beispiel für Essen aus, wenn ich weiß, dass ich dadurch die richtigen Werte unterstütze. Es ist eine Frage der Prioritäten.

 

Diese Videos haben mich aufgeweckt: 

 

Verdrängung und andere Gründe

Einige Menschen reagieren mit Verdrängung oder sogar Hass auf Veganer. Sie fühlen sich genervt und angegriffen, wenn ihnen zum ersten Mal die Konsequenzen ihres Verhaltens vorgehalten werden und reagieren dann mit Trotz. Warum sind Menschen nicht vegan? Wir wachsen zunächst alle mit den Glaubenssätzen unseres gesellschaftlichen Umfeldes auf.  Die Zustände unter denen Tierprodukte produziert werden, müssen diese Generationen erstmal realisieren. Alleine Wörter wie: “Produkte” und “produzieren” suggerieren ein maschinenähnliches Wesen. Aber mit der Realität haben diese Wörter nichts zu tun. Tiere sind keine Maschinen und die Muttermilch, das Fleisch ihrer Körper, ihre Haut sind keine Produkte. Sie leiden unter einem Leben im Stall, weil es nicht ihrer Natur entspricht.

Wofür stehst du ein?

Ich kritisiere nicht den einzelnen Menschen, sondern unser gesellschaftliches System, in welchem die (wirtschaftliche) Ausbeutung der Tiere als normal gilt und ihr Leid akzeptiert bzw. verdrängt wird.

Jeder Mensch hat die Macht über sich selbst. Jeder kann sich informieren und Gedanken machen, wofür man stehen und was man unterstützen will. Wenn du merkst, dass du Lebewesen eigentlich respektieren möchtest, dann tue das auch! Es geht nicht darum einen perfekten veganen Lifestyle zu verkörpern, sondern darum diese Werte ernst zu nehmen und zu verfolgen. Möchtest du wirklich, dass Tiere für dich ein qualvolles und unnatürliches Leben führen müssen? Ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass jeder Mensch, der kein Sadist ist, diese Frage mit “Nein” beantworten müsste. Auf der anderen Seite glaube ich, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg finden muss und missioniere daher nicht, auch weil ich selbst nicht von mir behaupten würde alles perfekt zu machen.

Ich finde, dass diese ernsten Umstände gar nicht oft genug angesprochen werden können und setzte mich für ein Umdenken in der Gesellschaft ein. Bitte sehe das nicht als Angriff gegen dich, wenn du kein Veganer bist. Ich möchte hier in erster Linie zeigen, was mich persönlich dazu motiviert vegan zu sein. Nächsten Sonntag gibt es einen weiteren Teil, in welchem ich dir schreibe, wie mein veganer Alltag aussieht. Wie immer hoffe ich dich inspiriert zu haben und wünsche dir noch ein schönes Wochenende.

Love, Julia

 

Mit diesen Rezepten kannst du es direkt ausprobieren: https://postvonjulia.de/zwei-rezepte-mit-veganem-feta

Produkte aus dem Bio-Laden:  https://postvonjulia.de/new-in-produkt-entdeckungen-im-bio-laden

Mehr Anregung zum Nachdenken: https://postvonjulia.de/urlaub-ohne-fliegen

 

 

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