Kokosnussöl: Pflegeprodukt und Superfood

Summertime Happiness is back! 

 

Hi. Ich hoffe du hast Halloween gut überstanden und wir sitzen gerade zusammen auf deiner Couch, deinem Bett oder an einem anderen gemütlichem Ort. Lasse uns die schummerige Herbstzeit genießen. Hast du dir ein paar Kerzen angezündet und einen duftenden Tee gemacht? Vielleicht hast du ja auch schon ein paar leckere Lebkuchen gekauft, die du dir jetzt gönnen kannst. Oder eine heiße Kürbissuppe gekocht, am besten schon ein paar Tage durchgezogen, dann schmeckt sie am besten. Denn heute lehnen wir uns wider ganz entspannt zurück in unsere Kissen und erinnern uns zurück an die Sommerzeit. Die Summertime Happiness Reihe geht nämlich weiter und ich berichte dir von meinem nächsten Favoriten des Sommers. Eine weitere Erinnerung, der wir zusammen hinterher schwelgen können, während in Wirklichkeit vielleicht gerade der Regen gegen dein Fenster prasselt oder ein Feuer im Kamin brennt. Also Kuschelsocken an und los geht´s!

 

Erinnerung #3: Kokonussöl

Diesen Sommer war tatsächlich das Kokos(-nuss)öl eines meiner liebsten Begleiter und ein überraschendes Helferlein in allerlei Notlagen. Schon länger habe ich es im Haus gehabt und man hört ja auch ständig von überall, wie toll und gesund dieses Öl ist. Dann habe ich den Pott auch mal aus der Küche raus, rein in mein Badezimmer zu verfrachten – und siehe da! Es hat noch ganz andere Tricks auf Lage als nur anbraten und gut duften.

 

 

In der Küche

Klassischerweise habe ich Kokosnussöl zunächst einmal nur in der Küche angewandt. Auch hier hat das Superöl schon einiges zu bieten. Zunächst einmal ist der regelmäßige Verzehr von nicht raffiniertem Kokosöl (natürlich in Maßen) aufgrund der vielen wertvollen Fettsäuren förderlich für die Gesundheit. Es enthält besonders viele mittelkettige Triglyceride, zum Beispiel Laurinsäure, die durch ihre antibakterielle Wirkung entzündungshemmende Eigenschaften aufweißt und auch Viren bekämpfen soll. Der Rauchpunkt des Öls ist außerdem sehr hoch. Kokosöl kann bis zu 234°C erhitzt werden, ohne giftige Stoffe zu bilden und ist somit in der Küche vielseitig einsetzbar.

 

Was fängt man nun an mit Kokosnussöl ? Ich selbst koche ja nie nach Rezept, aber lasse mich immer gerne zu eigenen Ideen inspirieren. Diese gebe ich gerne an dich weiter. Zunächst einmal passt für mich das Kokosaroma am besten in die asiatische und indische Küche. Es eignet sich wunderbar zum anbraten von Gemüse im Wok oder für Currys, wenn es in die eher deftige Richtung gehen soll. Auch ein Klecks auf heiße gefüllte Süßkartoffeln aus dem Ofen, der dann langsam zerschmilzt, ist einfach köstlich. Auch für Süßspeisen ist das Kokosöl natürlich wie gemacht.

 

Ein köstlicher, selbstgemachter Schoko-Aufstrich

 

Zum Pancakes braten und Waffeln backen, oder um Kuchenformen einzufetten. Als richtige Backzutat bringt das Kokosöl eine gewisse Bindung und Festigkeit in den Teig. Es kann Margarine ersetzen, da es ja nach dem Abkühlen wieder eine feste Form annimmt. Diese Eigenschaft macht man sich auch in der Raw-Küche zu eigen, zum Beispiel für Rohkost-Torten auf Basis von zum Beispiel Nüssen, Trockenobst und eben Kokosöl. Was natürlich ebenfalls nicht zu vergessen ist: Selbstgemachte (roh-vegane) Schokolade! Einfach das flüssige Öl mit etwa gleicher Menge Kakaopulver und einem Süßungsmittel nach Bedarf vermengen, kurz in den Kühlschrank stellen, fertig. Kann nach Lust und Laune erweitert und verändert werden. Oder auch in noch flüssiger Form über zum Beispiel (Bananen-)Eis gedrizzelt werden, dann hat man sowas wie Stracciatella-Eis, mega lecker. Vielleicht kennst du meine Bananeneis-Obsession dieses Sommers ja bereits aus der Produktreview zum Slowstar Entsafter, dort beschreibe ich wie ich mein perfektes Eis selber mache. Du bist also herzlich eingeladen Kokosöl in deiner Küche richtig „zum kochen zu bringen“ und überall auszuprobieren. Lasse mir deine liebsten Rezeptideen und Anwendungsgebiete unbedingt in den Kommentaren da!

 

Im Bad

Nun habe ich wie gesagt das Kokosöl diesen Sommer auch in meiner Pflegeroutine, und zwar für Haut, Haar und Zähne entdeckt und war super begeistert. Kokosöl ist durch seine kühlende Eigenschaft (durch das Schmelzen leitet es Wärmeenergie von deiner Haut ab) und durch seinen leichten exotischen Duft perfekt für die Sommerzeit geeignet. Mir als Naturfreak hat es auch sehr gefallen, dass es ein natürliches Mittel ist, das ohne zusätzliche Duftstoffe und irgendwelche Inhaltsstoffe auskommt, die ich nicht identifizieren kann. Gerade im Sommer überkommt mich immer sehr das Bedürfnis möglichst eng mit der Natur in Verbindung zu stehen und mich zurück auf die Basics zu besinnen. Außerdem ist Kokosöl sehr oft in Schraubgläsern erhältlich, was es mir einfach macht weniger Plastik zu kaufen.

Gepflegte Haut

Als Hautpflege hat mir Kokosöl nach der Dusche ein wunderbar zartes, weiches und gesund glänzendes Hautbild verschafft und sich leicht und schmelzend auf dem ganzen Körper verteilen lassen. Dabei wirkte es durch das angenehm kühle Gefühl auf der Haut belebend und klärend. Auch bei der Pflege bewähren sich wieder die entzündungshemmenden Eigenschaften des Öls: Kleine Stellen und Unreinheiten werden mit Kokosöl optimal versorgt. Ich hatte diesen Sommer meine ersten Zeckenbisse im Leben, von denen auch gleich der erste die gefürchtete Borelliose-Infektion ausgelöst hat, die dann vom Arzt behandelt wurde. Unterstützend habe ich die stark gerötete, entzündete und juckende Stelle mit Kokosnussöl versorgt. Ich konnte jedesmal spüren, wie das Öl die Entzündungssymptome fast augenblicklich hat verschwinden lassen. Der Juckreiz und der Schmerz (eine Mischung aus Mücken- und Wespenstich) waren solange verschwunden, wie das Öl die Stelle benetzte. Gegen Mückenstiche, auf leichtem Sonnenbrand oder zur Pickelbekämpfung kann ich es ebenfalls nur empfehlen. Je nach Hauttyp musst du es häufiger und in größeren Mengen für trockene Haut anwenden, oder eben weniger, wenn du bereits eine von Natur aus ölige Haut hast. Übrigend hat Kokosnussöl auch einen leichten Lichtschutzfaktor – fast wie eine natürliche Sonnencreme. 

Glänzendes Haar

Einmassiert in die feuchten Haarspitzen ist Kokosnussöl außerdem ein perfektes Haaröl, und auch wesentlich günstiger als teure Marken mit viel Werbung und so weiter. Es entwirrt die Haare, macht sie leichter kämmbar und gibt ihnen eine sanfte, geschmeidige Struktur und einen schönen Glanz. Man muss nur aufpassen nicht zu viel zu verwenden, sonst hat man gleich wieder fettige Haare. Du kannst auch vor der Haarwäsche eine Haarmaske mit Kokosöl machen, wenn du wie ich zu sehr trockenem Haar neigst. Mein Haar ist von Natur aus sehr dick und gewellt bis lockig. Es braucht daher viel Aufmerksamkeit und eine Extraportion Pflege wenn es nicht strohig aussehen soll.

Gesunde Zähne

Zuletzt kann Kokosnussöl durch die antibakterielle Wirkung auch wunderbar zur Zahn- und Mundpflege angewandt werden. Es dient beispielsweise als Basis für selbstgemachte Zahncremes. Pia Kraftfutter hat vor kurzem mal ein paar DIY-Zahncremes in einem YouTube-Video vorgestellt, falls dich das näher interessiert. Ich persönlich habe Kokosöl dagegen zum Öl-ziehen verwendet. Durch das hin und her Bewegen des flüssigen Öls im Mund, werden viele Bakterien und Gifte gebunden, die dann einfach ausgespuckt werden können. Eine tolle Ergänzung zum Zähne putzen und auch wenn ich es nicht regelmäßig „durchgezogen“ habe, hin und wieder, wenn ich das Gefühl habe meinen Körper beim entgiften etwas behilflich sein zu wollen, kommt es bei mir noch zum Einsatz.

Wow, ist es nicht toll, was so ein Öl alles machen kann? Wichtig ist mir dabei immer auf zertifizierten und fairen Bio-Anbau* zu achten, da es sich leider nicht gerade um ein regionales Produkt handelt. Außerdem ist eine kaltgepresste Form, am besten in Rohkost-Qualität, am wertvollsten für unseren Körper (es sei denn du willst es eh ausschließlich zum braten und frittieren verwenden).

Das ist übrigens mein Kokosöl von der Marke MeaVita: https://www.mea-vita.org/vitalfood/kokosoel/meavita-bio-kokosoel-nativ-1-x-1000-ml-im-glas.html

 

Hat dich mein kleiner Beitrag zurück in den Sommer versetzt? Hast du ein paar neue Gedanken gewinnen können? Und fühlst du dich dazu inspiriert Kokosnussöl auch mal in einem Bereich auszuprobieren, den du bis jetzt noch nicht kennst? Ich wäre dir wie immer super dankbar für dein Feedback in den Kommentaren, den Sozialen Netzwerken oder als E-Mail. Teile auch gerne deine Erfahrungen mit Kokosöl mit uns allen. Jetzt wünsche ich dir noch einen schönen, friedlichen Herbsttag und eine tolle Zeit bis zum nächstem Artikel.

 

Love, Julia

 

* Hintergründe über Bio: https://postvonjulia.de/wozu-bio-kaufen 

Was ist die Summertime Happiness Reihe? Inklusive Favorit #1: https://postvonjulia.de/summertime-happiness-getrocknete-feigen

Favorit #2: https://postvonjulia.de/royal-story-auf-facebook

Viel Spaß 😉

5 Comments

  1. Hallo Julia,
    ich nehme Kokosöl auch sehr gerne für Haut und Haare – allerdings nur im Winter, da mir das sonst zu sehr fettet (ich habe unreine Mischhaut und fettiges Haar). Aber j etzt, wo es so langsam kalt wird und die Luft von der Heizung drinnen so trocken, finde ich es super.

    Ich mische dann gerne ein paar Tropfen zu meinen Haut- und Haarmasken (alle auf Basis von margilé – Mineralerde – ). Da die Erde nämlich gut austrocknet, ist das zwar super gegen fettige Haut und Haare, aber im Winter brauche ich die Extrapflege durch das Öl. Kann es also definitiv auch empfehlen.

    Pur nutze ich es dann so wie du – zum Eincremen als Bodylotion.

    1. Hi Mandy,
      vielen Dank für diese tollen Tipps! Ich hab mich sehr über dein Kommentar gefreut. Tatsächlich bin ich schon länger auf der Suche nach einer natürlichen Pflege für unreine Haut.
      Ich glaube die Maske probiere ich mal aus. Und lustig: Ich verwende Kokosöl genau andersrum eher im Sommer, wegen der kühlenden Wirkung 😉

      1. Gerne doch, hoffe, es hilft bei dir auch so gut!

        Das ist ja das Tolle an den Naturprodukten, sie haben viele verschiedene Wirkungen und können auch an individuelle Bedürfnisse angepasst werden. Genau deshalb liebe ich eigentlich auch solche Produkte wie Kokosöl oder Mineralerde, weil es einfach mehr als einen Anwendungszweck gibt und man für sich das Beste heraussuchen kann 🙂

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