Naschen erlaubt! Mutter Natur verteilt Geschenke

Naschen erlaubt! Mutter Natur verteilt Geschenke
Wie das Sammeln von Beeren und Wildkräutern zu deiner Gesundheit beiträgt

Dear you,

in den letzten Wochen bin ich nicht darum herum gekommen eine Gewohnheit aus dem letzten Jahr wieder aufleben zu lassen: Das Sammeln von essbaren Wildpflanzen in der freien Natur. Es ist Saison für viele leckere und äußerst gesunde Beeren, Kräuter und Früchte. Man muss nur noch zugreifen.

Ein reich gedeckter Tisch

Alles begann damit, dass ich beim spazieren gehen zufällig ein paar wilde Himbeersträucher im Wald entdeckte. Ab dann ist es mir sprichwörtlich wie Schuppen von den Augen gefallen. Die Natur ist besonders im Sommer voll mit leckeren Geschenken, die man nur noch zu ernten braucht. Anstatt also im Supermarkt teure Beeren in Plastikverpackungen zu kaufen, bin ich einfach nach Bedarf in den Wald gestiefelt und habe dort kostenlos alles bekommen was ich brauche.

Beeren der Saison

Was findet sich so in Wald und Wiesen? Das ist ganz abhängig von der Saison und Jahreszeit. Dieses Jahr ist die Ernte dank der vielen warmen Sonnentage sehr gut. Im Moment kann ich reichlich Himbeeren finden. Blaubeeren gehen gerade dem Ende zu, genau so wie Kirschen und Erdbeeren. Besonders über einen neu entdeckten wilden Kirschbaum habe ich mich sehr gefreut. So einen vollen und leckeren Geschmack findet man nicht in überzüchteten Sorten aus dem Supermarkt. Und was gibt es schönerer als im Kirschbaum zu sitzen und Kirschkernweitspucken wieder aufleben zu lassen? Das sind pure Kindheitsgefühle. Außerdem weiß ich wo ich im Herbst wilde Apfelbäume finden kann und freue mich schon auf die Zeit wenn Brombeeren reif werden.

Meditieren und Lernen

Nicht nur die Ausbeute ist gesund, sondern auch das Ernten an sich. Ich habe die meditative Wirkung vom Beeren pflücken erst vor ein paar Tagen zum ersten Mal bewusst bemerkt. Man ist die ganze Zeit im Moment, konzentriert sich immer auf die nächste Kirsche, die man pflücken will, oder auf die nächste Blaubeere, die man in sein Glas wirft. Die Natur lehrt einem außerdem Achtsamkeit und Dankbarkeit. Die Früchte unterscheiden sich meist im Aussehen und Geschmack sehr von den gezüchteten Sorten. Sie sind kleiner und empfindlicher, richten sich an tiefere Geschmacksebenen als nur Süß. Eben eine richtige Geschmacksreise. Häufig gibt es eine deutliche Bitternote. Außerdem schmeckt keine Beere wie ihre Nachbarin. Wenn man sich innerlich öffnet, lernt man alleine am Aussehen zu erkennen was gut schmeckt und reif ist und was lieber hängen bleibt.

Vergessene Wildkräuter

Neben den Früchten gibt es eine weitere sehr gesunde Komponente aus der Natur: Die Wildkräuter. Einige kennt jeder, etwa Löwenzahn und Brennessel. Ist erstmal das Interesse geweckt, lernt man schnell die einzelnen Pflanzen, aus denen das “Unkraut” besteht, wieder zu erkennen und seine Ernährung mit diesen heimischen Superfoods zu ergänzen. Es ist erstaunlich, was Wildkräuter alles drauf haben. Die Dosierung der Heil- und Nährstoffe ist je nach Pflanze so hoch, dass kein konventionelles Gemüse es mit ihnen aufnehmen kann und sie eben sogar medizinisch eingesetzt werden. Neben den genannten ernte ich in meinem Umfeld zum Beispiel Giersch, Wegerich, Kamille, Frauenmantel, Waldmeister und Schafgarbe.

Brennessel
Breitwegerich

Worauf zu achten ist

Um die Vorteile der natürlichen Vorkommen ohne Gefahr genießen zu können, sollte man bei der Ernte einiges beachten. Außerdem will man die Pflanzen natürlich bis zum Verzehr möglichst frisch halten. Zunächst einmal achte ich beim Pflücken immer auf meine Sinneswahrnehmungen, also ob die Pflanze einen gesunden Eindruck macht und zum Beispiel keinen Insektenbefall hat. Meist wird man sowieso wie verzaubert direkt von dem angezogen, was seinem Körper wohl tut. Ich ernte außerdem immer an geschützten Stellen, wo selten Menschen, Autos und Hunde vorbei kommen. Und dann möglichst immer junge Pflanzen oder Triebe, die den Umwelteinflüssen noch nicht lange ausgesetzt waren. Diese kannst du häufig an ihrer Zartheit und hellgrünen Farbe erkennen. Auch wenn ich beim Ernten hin und wieder ungewaschene Beeren nasche, ist es besser wenigstens zuhause die Ernte einmal kurz unter kaltes Wasser zu halten. Die Kräuter stelle ich dann immer wie Blumen ins Wasser, wenn ich sie frisch verarbeiten will. Beeren bewahre ich in einem Glas mit Schraubverschluss im Kühlschrank auf.

Natürlich solltest du dir besonders was Wildkräutern betrifft, bei der Bestimmung der Pflanze sehr sicher sein. Ich habe mir mein Wissen größtenteils aus YouTube Videos (zum Beispiel von Silke Leopold oder Raw Future) geholt. Du kannst wenn du möchtest aber auch einen Pflanzenratgeber zu Rate ziehen. Am Anfang werden dir viele Geschmäcker vielleicht komisch vorkommen. Denke daran, dass es Kräuter sind! Du ist ja auch keinen Busch Petersilie pur. Klein gehackt im Salat schmeckt das schon viel besser. Trotzdem solltest du gerade am Anfang die Pflanze lieber pur und in kleinen Mengen probieren, damit dein Körper die Gelegenheit bekommt dir rechtzeitig zu signalisieren wann es genug ist. Die Wirkung ist nicht zu unterschätzen und man muss sich erstmal langsam daran gewöhnen.

Ein für mich sehr faszinierendes Thema, über das ich noch ewig weiter schreiben könnte. Würde dich zum Beispiel interessieren, wie genau ich die Zutaten der Natur in meiner Küche verwende? Dann schreib es mir in die Kommentare! Mir kommt es seither immer komisch vor, wenn Menschen am voll behängten Kirschbaum vorbei gehen, um eingeflogene und gespritzte Weintrauben ohne Kerne im Discounter zu kaufen. Vielleicht sollten wir uns wieder mehr auf das konzentrieren, was Mutter Natur uns zugedacht hat und kostenlos zur Verfügung stellt.

Love, Julia

Warum ich Natur liebe und brauche: www.postvonjulia.de/der-schatz-der-natur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.