SMARTe Ziele setzen

Die Formel um Vorsätze und Ziele zu erreichen

Dear you,

heute teile ich mit dir ein Konzept das ich schon vor Jahren kennen gelernt habe. Damals ging ich auf die weiterführende Schule um mein Abitur zu machen. Es war ein Wirtschaftsgymnasium und dementsprechend hatte ich unter anderem die Fächer Projektmanagement und Betriebswirtschaft. Ziemlich viel trockener Kram. Aber man kann von Projektmanagerleuten denken was man will, Ziele zu erreichen haben die ziemlich gut drauf. Klar, denn eine ungewisse Zukunft ist nicht planbar. Und das kann teuer werden. Da wir uns gerade in der heißen Phase der Jahresvorsätze befinden, dachte ich, gebe ich dir ein paar wissenschaftliche Tipps mit an die Hand. Denn Ziele zu setzten und zu erreichen, ist manchmal gar keine so einfache Aufgabe. Das Konzept stammt laut Wikipedia übrigens von Edwin Locke und Gary Latham und ist schon ungefähr 30 Jahre alt.

S wie spezifisch

Viele, die sich bestimmte Gewohnheiten zum Jahreswechsel aneignen oder eben Vorsätze erreichen wollen, formulieren ihre Ziele sehr ungenau.

Das ist dann meistens ein Gedanke im Kopf, der ungefähr so ist:

Ich will mehr Sport machen.

Ich will mehr Zeit für mich haben.

Du kannst dir schon vorstellen, dass das nichts wird. Zumindest wenn sich dieser Gedanke nicht weiter verfestigt. Denn aus diesem Keimling eines Ziels sollte dann möglichst bald eine konkrete Aufgabe werden.

Zum Beispiel:

Ich will joggen gehen.

Ich will meditieren.

Okay, damit kann man arbeiten.

M wie messbar

Ein weiteres Problem bei Zielen, die einem einfach nur im Kopf rumgeistern, ist, dass man nie weiß wann man es erreicht hat. Ziele sollten messbar sein. Du solltest dir also objektiv nachvollziehbare Kriterien überlegen, die erfüllt sein müssen, damit du es abhaken kannst. Objektiv bedeutet, dass auch jeder andere den du fragst den Erfolg (oder Nichterfolg) bestätigen kann.

Also statt:

Ich will joggen gehen.

könntest du dir beispielsweise vornehmen:

Ich will jeden Tag für 15 Minuten joggen gehen.

Jetzt weißt du, was du zu tun hast. Und es schleichen sich automatisch weniger Ausreden ein.

A wie akzeptiert

Ein weiterer wichtiger Faktor ist Akzeptanz. Du kannst dir natürlich sonstwas vornehmen, doch Erfolg wird sich erst einstellen, wenn in erster Linie du selbst voll dahinter stehst.

Ist das Ziel auf ein Team bezogen, ist es wichtig, dass alle Mitglieder das Ziel vertreten wollen und es als sinnvoll erachten. Doch auch wenn nur du selbst ein Ziel erreichen möchtest, sind andere Leute davon immer irgendwie betroffen. Deshalb beziehe ruhig dein Umfeld mit in deine Vorsätze ein. Es ist leichter am Ball zu bleiben, wenn du deine neuen Gewohnheiten nicht auch noch bei deiner Familie durchboxen musst oder andauernd lästige Fragen aufkommen. Kommuniziere und du wirst wahrscheinlich sogar Unterstützung bekommen.

R wie realistisch

Realistisch sollte das Ziel sein. Was bedeutet das? Schau dir möglichst nüchtern an, was du momentan lebst. Wahrscheinlich ist es nicht sehr realistisch sich vorzunehmen die Welt an einem Tag zu retten. Von welchem Plan fühlst du dich schon beim bloßen Gedanken überfordert? Und dann mache deine Pläne so, dass sie dich herausfordern, aber nicht demotivieren. Das ist deine persönliche Einschätzung und du solltest dich nicht zu sehr mit anderen vergleichen.

Und so wird aus:

Ich will jeden Tag für 15 Minuten joggen gehen.

dann vielleicht auch mal:

Ich will jeden zweiten Tag für 10 Minuten joggen gehen.

Gerade am Anfang sind Erfolgserlebnisse wichtig um die Einführungsphase der neuen Gewohnheit zu überstehen. Steigern kann man sich später natürlich immer noch. Doch zu Beginn ist Dranbleiben oberste Priorität.

T wie terminiert

Und zu guter letzt: Setz dir ein festes Datum zur Reflexion. Das hilft dabei motiviert zu bleiben, auch wenn du gerade keine große Lust verspürst (denn diese Zeit wird mit Sicherheit kommen!).

Satt:

Ich will jeden zweiten Tag für 10 Minuten joggen gehen.

darfst du noch hinzufügen:

Ich will jeden zweiten Tag für 10 Minuten joggen gehen bis Ende Februar.

Wenn dieser Termin gekommen ist und du deine Kriterien weitestgehend (80/ 20 Regel) erfüllt hast, ist das Ziel erreicht, egal was danach kommt. Vielleicht machst du weiter, steigerst dich sogar, oder entscheidest dich bewusst den Fokus auf ganz andere Ziele zu setzten.

Ziele aufschreiben

Fazit für deine Ziele

Meiner Meinung nach klingt ein so formuliertes Ziel schon gleich viel machbarer, als wenn es nur irgendwie im Kopf rumschwirrt.

Hier nochmal die Zusammenfassung:

S = Spezifisch

M = Messbar

A = Akzeptiert

R = Realisitisch

T = Terminiert

Was mir auch immer hilft, ist das Niederschrieben und Tracken meiner Ziele im Bullet Journal. Näheres dazu findest du in diesen Beiträgen.

Ich hoffe ich konnte dir helfen. Schreib doch mal in die Kommentare, ob du die SMART Formel schon kanntest und welche Ziele du dir aktuell vorgenommen hast. Egal ob zum Jahresbeginn oder generell. Ich wünsche dir einen motivierten und erfolgreichen Tag.

Love, Julia

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