Vegan und nachhaltig in der Festival Saison

Dear you,

wild and free. Der Sommer hat begonnen und mit ihm die Hochsaison der Open Air Konzerte und Festival. Doch während auf den Bühnen schon der oder ein oder andere Künstler oder Künstlerin darüber singt, wie die Welt zugrunde geht, sind solche Events häufig immer noch ein wahres Spektakel der Vermüllung. Wie man diese Sauereien nicht mitmachen muss und trotzdem eine grandiose Zeit verbringt, das schreibe ich dir in diesem Blogpost.

Klar, die Besucher und Besucherinnen wollen auf Konzerten eine sorglose Zeit verbringen, in denen sie die Verantwortung einfach mal abgeben können. Dumm nur, das diese Partys nicht gerade nachhaltig sind. Angesichts des Faktes, dass ein nachhaltigerer Lebensstil keine Alternative, sondern die einzige Möglichkeit ist, wenn wir diesen Planeten auch für unsere Nachkommen erhalten wollen, kann man sich schon mal die Frage stellen, wie man kleine Veränderungen in sein Verhalten einbauen kann. Und das natürlich ohne den Spaß dabei zu verlieren.

Ausleihen und teilen

Im Hardcore Fall Festival, wo man mehrere Tage auf dem Gelände campt, braucht man natürlich eine ganze Menge Equipment. Häufig fährt man eh schon in Gruppen, dann kann man sich auch gut untereinander aushelfen und muss nicht alles neu kaufen. Oder man fragt mal in der Nachbarschaft herum, ob jemand ein Zelt oder Campingkocher übrig hat. Dann muss man nicht für ein Wochenende Geld für Dinge ausgeben, die man danach nicht mehr wirklich benötigt. Und wenn du niemanden findest, gibt es im Internet auch genug Möglichkeiten Dinge gebraucht zu kaufen.

Plastikmüll

nachdem die Massen sich verziehen, bleiben oft weite Flächen voller Müll und Dreck zurück. Oftmals ist es auch nicht erlaubt Glasflaschen aufs Gelände mitzunehmen. Was kann man da tun, wenn man trotzdem Plastikmüll vermeiden will? Zunächst einmal solltest du dich informieren, was erlaubt ist. Vielleicht darf man ja wiederverwendbare Flachen aus anderen Materialien mitnehmen. Wenn vor Ort Becher aus hartem Plastik ausgeschenkt werden, gebe sie auf jeden Fall zurück und werfe sie nicht einfach irgendwo hin. Das selbe gilt für Verpackungsmüll. Ebenfalls wichtig: Pfandflaschen gehören neben den Mülleimer, nicht hinein. Die bedürftigen Sammler und Sammlerinnen freuen sich.

Essen

als vegan lebender Mensch ist es manchmal gar nicht so leicht auf einem Festival was essbares zu finden. Die Foodtrucks, in denen es pflanzliche Angebote gibt, verbreiten sich jedoch zunehmend. Die Nachfrage nach vegan wächst. Trotzdem gilt es natürlich kreativ zu werden, wenn man mehrere Tage ohne Kühlung auskommen muss. Trockene Lebensmittel wie Müsli- und Fruchtriegel, Trockenobst oder getrocknete Tomaten, können da gut helfen. Vielleicht hast du sogar einen Unverpacktladen in der Nähe, dann kannst du deine eigenen Brotdosen befüllen. Aber auch frisches Obst wie Bananen oder Rohkost wie Karotten halten sich und geben einen kleinen Ausgleich zu der ja doch eher ungesunden Kost in dieser Zeit. Brot und Brötchen, CousCous, der nur mit heißem Wasser angesetzt werden muss, oder Nussmischungen können auch helfen. Mittlerweile findet man auch viele vegane Fertiggerichte in den Märkten und Bioläden, die man auch auf dem Campingkocher schnell erhitzen kann.

Mobilität

Da das Event normalerweise nicht in der direkten Nachbarschaft stattfindet, stellt sich einem die Frage, wie man dorthin an- und abreist bzw. auch wie man sich vor Ort bewegt. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass öffentliche Verkehrsmittel die besseren motorisierten Vehikel sind, wenn es um Umweltaspekte geht. Parkplatzsuche und ggf. Stau kann man sich auf diese Weise auch sparen. Und wenn es schon das Auto sein muss, dann kann man ruhig mal Fahrgemeinschaften bilden. Frag doch einfach mal auf öffentlichen Plattformen die es so gibt herum, wer noch Karten gekauft hat und eine Mitfahrgelegenheit sucht. Ich persönlich tendiere ja dazu mein Fahrrad überall mit hinzunehmen. Vorort ist man so mobil und schneller als zu Fuß. Das kann man natürlich abwägen, für einen Abend lohnt es sich eventuell nicht. Und Fahrradschloss nicht vergessen!

Mindset

Und zu guter letzt: Hab Spaß! Mach dich für ein paar Stunden frei. Auch wenn du sonst immer auf Plastik verzichtest, kann es passieren, dass du in dieses nicht alltäglichen Situation keine andere Wahl hast. Dann solltest du dir deswegen nicht das ganze Fest verderben lassen. So ein Event ist auch eine gute Gelegenheit um mit anderen über Nachhaltigkeit zu sprechen. Nicht im Sinne des erhobenen Zeigefingers, sondern einfach als Austausch, denn niemand ist perfekt. Es gilt einen positiven Ausgleich zwischen den eigenen Prinzipien und den gängigen Verhaltensweisen zu finden. Behaupte dich ruhig, aber ohne auf andere zu haten.

Ich wünsche dir jetzt ganz viel Spaß in der Festival Saison. Kommentiere mir unbedingt mal, wo du diesen Sommer so abfeierst. Ich persönlich habe leider keine Festivals geplant, war jedoch Ende Mai sehr spontan auf dem Auftaktkonzert der aktuellen 1982 Tour von Marteria und Casper in Hannover. Das war auf jeden Fall ein Cocktail aus verrückten Emotionen, den ich nicht missen wollen würde. Bis ganz bald.

Love, Julia

Basics für dein Meal Prep: https://postvonjulia.de/bunt-essen-durch-meal-prep

Apps für vegane Foodspots und mehr: https://postvonjulia.de/nachhaltigkeit-per-app

Fühlst du es auch?: https://postvonjulia.de/summr-vibes

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