Vorrat für den Winter

Ob durch Coronakrise oder Klimawandel, Vorrat anzulegen ist so aktuell wie lang nicht mehr.

Die alten Methoden der Selbstversorgung zeigen dir wie.

Dear you,

lange vor dem ersten Kühlschrank existierten bereits die alten Methoden zu konservieren und haltbar zu machen. Ein Vorrat hat die Menschen der nordischen Breitengrade schon vor etlichen Wintern vor Unterernährung und Erkrankungen bewahrt. Früher war Vorrat anlegen im Sommer und Herbst eine der wichtigsten Tätigkeiten, denn die Überschüsse des Gartens ergänzten die karge Kost im Winter grundlegend. Heute sind diese Methoden teilweise in Vergessenheit geraten – und bekommen doch im Zuge der Klimabewegung und Krisenthematik wieder mehr Aufmerksamkeit. Sich einen Vorrat anzulegen kann auf jeden Fall nicht verkehrt sein. Ich schreibe dir in der heutigen Post, welche Möglichkeiten es grundsätzlich gibt.

Einlegen ist eine wichtige Methode um Vorrat anzulegen.

Einkochen/ Einmachen

Ein Hauptbestandteil jedes Vorrat ist Eingekochtes. Es gibt unzählige Rezepte um einen guten Geschmack zu sichern. Für die Haltbarkeit ist jedoch vor allem wichtig: Sauberes arbeiten und alle Gläser und Besteck abzukochen, um Bakterien und Pilzen keine Chance zu geben. Das gilt übrigens für alle drei Methoden gleichermaßen. Der Kern des Einkochens ist es, die Flüssigkeit durch längeres kochen in einem Topf zu reduzieren. Das eingekochte Obst oder Gemüse wird dann heiß in Schraubverschlussgläser abgefüllt und diese fest verschlossen. Wenn sich der Deckel nach dem Abkühlen nach innen wölbt, ist das ein gutes Zeichen, dann herrscht Unterdruck im Glas.

Es kann nach Lust und Laune mit verschiedenen Zutaten und Gewürzen experimentiert werden. Die Zugabe von Zucker bzw. Honig oder Salz verändert nicht nur den Geschmack, sondern verlängert auch die Haltbarkeit. Möchte man auf Nummer Sicher gehen oder das Einkochen sogar gewerblich betreiben, empfiehlt sich auch ein Pasteurisierungsvorgang. Dabei werden die fertig abgefüllten Gläser nochmal für kurze Zeit in heißes Wasser gestellt. Zu den typischen eingekochten Gerichten zählen zum Beispiel Marmeladen, Chutneys, Tomatensoßen, Kompott, Eintöpfe und Suppen.

Einlegen

In einen Sud eingelegtes Gemüse hält sich einige Monate (mindestens) und schmeckt sehr erfrischend. Dazu zählen die bekannt- und beliebten eingelegten Gurken, aber theoretisch kann fast jedes Gemüse durch einlegen in Essig, Öl oder beides haltbar gemacht werden. Gemüse mit einem hohen Wasseranteil, wie Gurken oder Zucchini, können kalt eingelegt werden. Dazu muss das Gemüse im Glas nur vollständig von Flüssigkeit bedeckt sein. Ein detailliertes Rezept habe ich schon für dich abgetippt. Anderes Gemüse sollte mit heißem Sud übergossen werden. Auch hier verlängert Zucker oder Salz die Haltbarkeit.

Fermentieren

Diese Methode ist die einzige, bei der das Gemüse noch wertvoller für den menschlichen Organismus wird. Milchsaures Vergären verändert die Nahrungsbestandteile, was sie nicht nur haltbarer und gesünder macht, sondern Aubergine, Kartoffel und Co. nebenbei noch einen völlig neuen Geschmack gibt. Es muss nicht immer klassisches Sauerkraut sein. Auch Wildkräuter, Knoblauch und Zwiebeln können fermentiert werden. Oder du kombinierst verschiedene Lebensmittel miteinander. Meine Anleitung dazu findest du hier.

Dies sind die für mich wichtigsten Methoden um einen ordentlichen Vorrat für den Winter anzulegen. Selbst wenn du keinen eigenen Garten oder keinen ausreichenden Überschuss hast, kannst du saisonale Lebensmittel vom Markt auf diese Weisen länger zugänglich machen. Importierte Bananen oder Tomaten aus fernen Ländern sind dann seltener oder sogar gar nicht mehr notwendig. Ich freue mich, wenn du dich ausprobierst und mir berichtest. Viel Spaß dabei.

Love, Julia

WEITERLESEN

Warum Selbstversorgung so gut ist: https://postvonjulia.de/gesundheit-aus-dem-eigenen-garten

Die Vorteile von Meal Prep: https://postvonjulia.de/bunt-essen-durch-meal-prep

Food Inspiration für den Herbst: https://postvonjulia.de/what-i-eat-in-a-day-herbst-edition

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