Was gibt mir Yoga?

Dear you,

ganz lange schon steht eine Sonntagspost zu diesem Thema auf meiner Liste. Yoga ist definitiv etwas, das von Beginn an mein Leben grundlegend verbessert hat. Gleichzeitig bin ich mit den größten Vorurteilen angefangen beziehungsweise habe mich lange davor gesträubt Yoga auszuprobieren. Ich möchte dich heute dazu inspirieren Vorurteile, die vielleicht auch in dir angelegt sind, erstmal niederzulegen und dadurch neue Gedanken zuzulassen. Dann geht es dir vielleicht wie mir und du findest etwas, das mehr ist, als nur ein Hobby.

SOS das Schiff brennt

Die Zeit in meinem Leben, in der ich zum ersten Mal mit Yoga in Berührung gekommen bin, war die vielleicht schwierigste in meinem bisherigen Leben. Das kann ich auch mit einem zeitlichen Abstand von einigen Jahren immer noch so sehen. Sport habe ich damals sehr viel gemacht. Ich war regelrecht getrieben von meinen inneren Leistungsansprüchen. Sie trieben mich nicht nur zu ungesunden sportlichen Höchstleistungen, sondern bestimmten mein komplettes Leben. So sehr, dass ich mich selbst ins Aus katapultierte und nicht mehr in der Lage war, mich ohne Hilfe daraus zu befreien.

Ich stand unter starkem Dauerstress und ständiger Anspannung. Körperlich und seelisch bin ich auf dem Zahnfleisch gegangen. Diesen Zustand habe ich nicht lange halten können ohne mich komplett zu ruinieren. Die Notbremse zu ziehen war unbedingt notwendig, bevor es kein Zurück mehr gäbe. Und so fand ich mich neben anderen Maßnahmen plötzlich in therapeutischen Gesprächen wieder, zu denen ich eigentlich mehr gezwungen wurde und denen ich natürlich erstmal mit größter Abneigung begegnete.

Herausforderungen

Sport wurde mir erstmal komplett untersagt. Du kannst dir vielleicht vorstellen, dass ich das so gar nicht witzig fand, zumal ich generell niemand bin, die sich etwas sagen lassen will. Und dann kam plötzlich Yoga auf den Tisch. Als Alternative zu Sport. Ich, aus dem höchsten mir möglichen körperlichen Drill kommend, sollte plötzlich Yoga machen? Mich entspannen? Ich kann mich noch gut an meine Reaktion darauf erinnern: „Dafür habe ich jetzt wirklich nicht auch noch Zeit.“ Und damit war das Thema für mich gegessen. Ich habe das eher als Beleidigung meiner Leistungsfähigkeit gesehen, denn als ernsthafte Möglichkeit mir etwas gutes zu tun.

Komm zu dir

Zum jetzigen Zeitpunkt mache ich bestimmt schon fünf Jahre, wenn nicht mehr, regelmäßig Yoga. Mittlerweile gehört eine Yoga-Einheit für mich zum Morgen wie das Frühstück. Wenn ich mal keine Zeit dafür habe (was selten vorkommt) vermisse ich es sofort. Wenigstens fünf Minuten sind immer drin. Aus meiner Krise bin ich mittlerweile raus – Gottseidank. Yoga hat dazu seinen guten Teil beigetragen, denn irgendwie habe ich es dann doch mal ausprobiert und gemerkt, dass es a) meinem Körper und meinem Geist viel Ausgleich schenkt und b) unter Umständen durchaus auch eine sportliche Herausforderung sein kann.

Yoga ist eine Möglichkeit Muskeln und Gewebe, Knochen und Sehnen anzusprechen und dadurch aktiv zu halten, die man im Alltag seltener braucht und dadurch schnell verkümmern. Dehnungen und Gegenbewegungen, An- und Entspannung, hält meinen Körper fit, gesund und leistungsfähig. Gleichzeitig wird Geist und Körper über die Atmung in Einklag gebracht. Wenn du also Probleme damit hast ein Gleichgewicht in deinem Leben zu finden, ist Yoga ein guter Lösungsansatz. Yoga kann intensiv oder entspannend sein, je nachdem was du gerade brauchst. Man lernt die Situation, seinen Körper, seine Gedanken im Moment so zu akzeptieren, wie sie sind. Dadurch stellen sich über die Zeit ganz automatisch Fortschritte ein. Und nicht zu letzt gibt man sich durch Yoga und Meditation einen Zeitraum im Tag, der einem ganz allein gehört. Einen Moment, der nicht durch Anforderungen bestimmt ist, sondern einfach nur bereit steht, ganz ohne Druck und ohne einen produktiven Zweck zu erfüllen.

Los geht die Yoga Reise

In all den Jahren, in denen ich nun schon Yoga mache, habe ich mich jedoch nie in ein Studio begeben. Ich schließe nicht aus, dass das nochmal kommt, aber bisher bin ich mit einer anderen Lösung sehr glücklich. Mady Morrison betreibt einen gleichnamigen YouTube Kanal, auf dem sie regelmäßig Yoga Flows hoch lädt. Sie ist wirklich eine total liebe Person und ich bin ihr sehr dankbar dafür, dass sie Yoga kostenlos von zuhause möglich macht. Mit ihren Clips habe ich mir die Yoga Praxis selbst beigebracht. Aktuell veranstaltet sie eine Yoga Challenge, bei der man einem Plan folgend den ganzen Monat über jeden Tag eine Einheit absolviert. Ich fühle mich gefordert aber nicht überfordert und bin top motiviert – es macht wirklich super viel Spaß. Vielleicht ist dieser Weg auch dein Zugang zu Yoga.

Das war also meine persönliche Yoga-Reise bis zum aktuellen Zeitpunkt. Und wenn man etwas jahrelang macht, ohne den Spaß zu verlieren, dann sollte man es beibehalten. Ich habe durch Yoga gelernt wieder mehr auf meinen Körper und seine Grenzen zu hören – auch dann wenn ich sie bewusst ausreize. Und vor allem das es kein Zeichen von Schwäche ist auch mal einen Gang runter zu schalten und auf sich selbst aufzupassen. Ich hoffe es hat auch dir was gebracht davon zu lesen und freue mich auf dein Kommentar.

Love, Julia

Du willst dich zu mehr Sport motivieren?: https://postvonjulia.de/sport-in-den-alltag-integrieren

Balance im Tag durch die richtige Morgenroutine: https://postvonjulia.de/meine-intuitive-morgenroutine

Meine Podcasts Tipps: https://postvonjulia.de/podcast-favoriten-vol-3

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